Architektenhaus Familie Peyker
Das topmoderne Wohnhaus von Andrea und Herfried Peyker wird mit Scheitholz vom eigenen Grund und mit…
Mehr dazuZentrale Stückholzheizungen bzw. Stückgutheizungen sind kraftvolle, effiziente, umweltfreundliche und kostengünstige Heizsysteme. Erfahren Sie mehr über die Holzvergasertechnik, über Vorteile und Nachteile moderner Stückholzheizungen und die Kombi mit Pufferspeicher und Solaranlage.
Heizt man mit einer Stückholzheizung, knistert es nicht nur im Scheitholzkessel, sondern auch in der Brieftasche. Denn Stückholz ist in unseren Breiten konkurrenzlos günstig. Nicht zuletzt deshalb erfreuen sich Stückgutheizungen in Österreich großer Beliebtheit.
Hochwertige zentrale Scheitholzheizungen mit moderner Holzvergasertechnik sorgen für eine supereffiziente und praktisch rückstandsfreie Verbrennung. Und man muss nur noch ein- bis zweimal pro Tag nachlegen, um das ganze Haus mit wohliger Biowärme und Warmwasser zu versorgen.
Im Bereich der zentralen Stückholzheizungen hat sich in den letzten Jahren die Holzvergasertechnik durchgesetzt. Sie erzielt sehr hohe Wirkungsgrade, holt das Maximum aus dem Brennstoff heraus und sorgt dafür, dass das Scheitholz nahezu schadstofffrei verbrennt.
Das Brennholz wird zunächst in der Hauptbrennkammer auf ca. 500 °C erhitzt. Die dabei entstehenden Holzgase werden mittels Gebläse in eine separate Nachbrennkammer geleitet und dort bei Temperaturen bis zu 1.100 °C verbrannt. Durch diese räumliche Trennung können beide Brennvorgänge unter optimalen Bedingungen ablaufen.
Gegenüber herkömmlichen Kesseln spart man sich mit der Holzvergasertechnik bis zu 30 Prozent der Brennholzmenge! Die Scheite, die hier verheizt werden, sind in der Regel einen halben Meter lang. Es gibt aber auch größere Kessel, die mit Meterscheitern befeuert werden können. Die Zündung erfolgt automatisch. Nachlegen muss man händisch, allerdings nur ein- bis zweimal am Tag, was wir sehr praktisch finden.
Im Vergleich zu klassischen Holzheizungen erreichen moderne Stückholzheizungen mit Holzvergasertechnik wesentlich bessere Wirkungsgrade. Ältere Stückholzkessel oder Kaminöfen haben Wirkungsgrade von ca. 50 bis 70 %, während neue Holzvergaser Wirkungsgrade von bis zu 95 % aufweisen. Eine detailliertere Gegenüberstellung finden Sie in unserem Artikel: Alte und neue Holzheizungen im Vergleich.
Wie eine moderne Stückgutheizung funktioniert, sehen Sie am Beispiel des Viessmann Vitoligno 150‑S Scheitholz-Vergaserkessels.
Der Pufferspeicher ist ein Zwischenlager für überschüssige Wärmeenergie. Jede zentrale Scheitholzheizung wird nämlich für die kältesten Wintertage ausgelegt. Im überwiegenden Teil der Heizsaison wird aber nur einen Bruchteil der produzierten Wärmemenge gebraucht.
Läuft die Heizung also z. B. in der Übergangszeit in ihrem optimalen Leistungsbereich, produziert sie Wärmeüberschüsse. Ebendiese Überschüsse werden in den Pufferspeicher geleitet, dort in Form von warmem Wasser zwischengelagert und bei Bedarf abgerufen.
Das ermöglicht stundenlanges Heizen, ohne dass man nachlegen muss. Die Wärme hält sich über Nacht. Und in der Übergangszeit stellt der Speicher heißes Wasser für mehrere Tage bereit. Wie der Pufferspeicher außerdem die Lebensdauer des Heizkessels verlängert, den Verbrauch an Holz reduziert und die Effizienz steigert lesen Sie in unserem Artikel Holzheizung mit Pufferspeicher: Effizienz im Doppelpack.
Ist eine zentrale Stückholzheizung während der kalten Jahreszeit in Betrieb, sorgt sie üblicherweise auch gleich für warmes Leitungswasser. Damit der Scheitholzkessel während der Sommermonate nicht extra gezündet werden muss, werden oft Solaranlagen als unterstützende Kombisysteme eingesetzt. Während also die Sonne vom Himmel herunterstrahlt, wird ihre Energie zur Warmwasserbereitung und ggf. auch zur Heizungsunterstützung genutzt.
Im Pufferspeicher fließen die Wärmeströme von Scheitholzheizung und Solaranlage zusammen und können bedarfsgerecht abgerufen werden. Wie das funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel Holzheizung mit Solarthermie: eine starke Kombination.
Mit einem Marktanteil von ca. 38 % zählt Scheitholz zu den wichtigsten biogenen Energieträgern im Lande. Das liegt in erster Linie an den günstigen Preisen für heimisches Brennholz. Darüber hinaus ist es regional verfügbar und die Transportwege sind kurz.
Egal ob Sie in Ihrer Stückholzheizung Buchenholz, Fichtenholz oder Birkenholz verbrennen: Achten Sie immer auf gute Brennholzqualität und lagern Sie die Holzscheite trocken und gut belüftet! Für eine gute Verbrennung sollte die Holzfeuchte bei 15 bis 20 % liegen. Mehr Details zur Qualität von Brennholz, zu Brennwert, Heizwert und Maßeinheiten, sowie Tipps für Einkauf und Lagerung finden Sie in unserem Artikel: Brennstoff Stückholz: von Heizwert bis Raummeter.
Bei der Verbrennung von Holz wird genau jene Menge CO2 an die Umwelt abgegeben, die der Baum während seines Wachstums aufgenommen hat. Deshalb verbrennt Holz CO2-neutral. Das allein reicht uns allerdings nicht für eine fundierte Bewertung der Klimafreundlichkeit. In unserem Artikel Ist Heizen mit Holz gut fürs Klima? betrachten wir noch weitere Faktoren und kommen zum Schluss, dass Holzheizungen in Österreich durchaus klimafreundlich sind.
Mit unserem kostenlos nutzbaren Online-Heizungsplaner finden Sie es in ein paar Klicks heraus! Ein Kostenbeispiel: Bei einem unsanierten Altbau (Baujahr 1970 in Deutschlandsberg) mit 250 m² Wohnfläche müssen Sie für eine neue Stückholzheizung mit ca. 26.580 bis 35.960 Euro Investitionskosten und ca. 2.919 Euro Betriebskosten pro Jahr rechnen.
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Die Investitionskosten für eine Stückholzheizung bzw. Stückgutheizung unterscheiden sich je nach Type, Größe, Leistung und individuellen Gegebenheiten. Deshalb können wir an dieser Stelle keine pauschalen Aussagen tätigen. Gute Richtwerte für die Investitionskosten und Betriebskosten für Ihr Zuhause liefert Ihnen unser kostenloser Online-Heizungsplaner.
Bei modernen Stückholzheizungen mit Pufferspeicher und großen Brennstoffkammern muss nur noch ein bis zweimal am Tag nachgeheizt werden.
Ja, die gibt es: Mit sogenannten Kombikesseln können Sie sowohl Stückholz als auch Pellets verheizen. Diese Kombikessel sind eine gute Alternative für Gas- oder Heizölkessel und beim Heizungstausch sehr beliebt. Details dazu finden Sie in unserem Artikel Kombikessel: wahlweise mit Holz oder Pellets heizen.
Ein Holzvergaser ist eine Heizkessel, der Holz als Brennstoff nutzt und dabei durch kontrollierte Verbrennung Holzgas erzeugt. Dieses Gas wird anschließend in einem separaten Brennraum verbrannt, was zu einer höheren Effizienz und geringeren Emissionen führt. Holzvergaserheizungen sind besonders umweltfreundlich und wirtschaftlich, da sie eine hohe Energieausbeute aus dem Holz erzielen.
Als Festbrennstoffkessel werden Kessel bezeichnet, in denen feste Brennstoffe wie Stückholz, Pellets, Hackgut, Briketts, Miscanthusgras etc. zu Heizzwecken verbrannt werden. Sie sind in der Regel auf eine Brennstoffart optimiert. Dementsprechend zählen Scheitholzkessel bzw. Stückholzkessel, Hackgut- oder Pelletkessel zu den Festbrennstoffkesseln.
Aber nein! Im Gegenteil: Der Einbau moderner Holzheizungen wird in Österreich sogar gefördert. Vor allem dann, wenn die zentrale Holzheizung ein fossiles Heizsystem ersetzen soll. Die Details dazu finden Sie in unserem Artikel Förderungen für Holzheizungen.
Für den Einbau von Stückholzheizungen bzw. Scheitholzkessel oder Festbrennstoffkessel gibt es in Österreich immer wieder großzügige Förderungen. Die wichtigsten Infos dazu, aktuelle Fördervoraussetzungen und Höhen der Förderungen finden Sie in unserem Artikel Förderungen für Holzheizungen.
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