Fachgroßhandel für Haustechnik, ABEX-Abholmarkt und ELEMENTS Badausstellung
(O-Ton: I hon wella, dass as ghörig wird) Die Schmidt´s Haustechnik KG wurde im Jahr 2008 gegründet und hat sich in Vorarlberg hervorragend etabliert. Dadurch ist der Standort in Bürs aus allen Nähten geplatzt. Am 13. Juni 2024 war es dann soweit: Der neue Firmenstandort in Bludenz konnte feierlich eröffnet werden.
„Nach meiner Ausbildung zum GWH-Installateur habe ich in den Großhandel gewechselt und dort alle Stationen durchlaufen: Ausstellung, ABEX, Lager, Einkauf, Außendienst. Berufsbegleitend habe ich die Ausbildung zum diplomierten Fachwirt für Marketing und Management absolviert, bin aber als Geschäftsführer viel unterwegs bei meinen Kunden und Kundinnen. Meine große Leidenschaft sind die Berge, besonders jene meiner Heimat, der Alpenstadt Bludenz."
HSH: Herr Spalt, Ihr Unternehmen hat sich sehr rasch entwickelt. Ganz bei null mussten Sie ja nicht beginnen ...
Michael Spalt: Nein, ohne auf bestehende Strukturen zurückzugreifen, wäre dieser Erfolg nie und nimmer möglich gewesen. Unser Unternehmen steht auf zwei starken Schultern. Unser Stammhaus ist die Firma SCHMIDT'S, die 1887 in Bludenz gegründet wurde und damit zu den ältesten und erfolgreichsten Unternehmen im Eisenwarenfachhandel in Europa zählt. Auf der Eigentümerseite steht die GC-Gruppe, die in Deutschland Marktführer im Bereich Haustechnik-Großhandel ist und ebenfalls auf eine sehr lange Firmengeschichte zurückblicken kann. Mittlerweile gibt es auch ein flächendeckendes GC-Netzwerk in ganz Österreich. Das Nutzen von Synergien ist einer unserer Erfolgsfaktoren.
Gerade haben Sie den neuen Firmenstandort in Bludenz bezogen, eine beachtliche Vergrößerung in allen Bereichen. Worauf sind Sie besonders stolz?
Eigentlich auf alles (lacht). Zuerst einmal, dass es uns in herausfordernden Zeiten wie diesen überhaupt gelungen ist, dieses Projekt umzusetzen. Da mussten alle denkbaren Hebel in Bewegung gesetzt werden und das komplette Team Extrameilen gehen. Dafür kann ich mich nicht oft genug bei meinen Leuten bedanken! Von außen ist wahrscheinlich unsere neue Badausstellung das, was als erstes ins Auge springt. Für die Handwerker wiederum haben wir einen Abholbereich geschaffen, der in Kürze 365 Tage im Jahr rund um die Uhr zugänglich sein wird. Das eigentliche Herzstück ist allerdings unser neues Logistikzentrum mit – um nur einige Daten zu nennen – 7.200 Palettenplätzen, 18.000 Lagerboxen, 6.000 Fachbodenregalen und vielem mehr. Last but not least: Auf 450 m² Bürofläche finden die Menschen – die in der Verwaltung dafür sorgen, dass alle Zahnräder reibungslos ineinandergreifen – einen Top-Arbeitsplatz mit Tageslicht, mehr als ausreichend Platz und einem Klima mit angenehmen Temperaturen und frischer Luft übers ganze Jahr.
Beliefern Sie auch Endkunden?
Wir liefern nur über das Fachhandwerk. Das ist letztlich der einzige Weg, bei dem die Qualität und die langfristige Zufriedenheit wirklich passt. Wir nennen das im Fachjargon den „dreistufigen Vertriebsweg" und haben gerade einen Argumentationskatalog mit dem Titel "Vorsicht Internetfalle" zu diesem Thema aufgelegt. Billig bedeutet oft genug Pfusch am Bau, da kann ich nur sagen: Hände weg!
Was haben Sie für einen Standpunkt zu unserem HSH-Kernthema Erneuerbare Energie?
Ich halte das für enorm wichtig, bei unserem Neubau konnten wir einen kompromisslosen Weg gehen: Es ist ein hochmoderner Gebäudekomplex entstanden, bei dem Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine ganz wesentliche Rolle spielen. Wir haben hier am Standort einen sehr hohen Grundwasserstand (ca. 1,5 Meter Tiefe). Deshalb fiel uns die Entscheidung leicht: Eine Grundwasserwärmepumpe mit 160 kW Leistung sorgt für eine umweltschonende Heiz- und Kühllösung, clever kombiniert mit dem Lüftungssystem und aktivierten Betonbauteilen. Das große Hallendach haben wir mit der größtmöglichen Photovoltaikanlage versehen, die im Jahr ca. 600.000 kW Strom produzieren wird. Zudem trägt die Verwendung von CO₂-reduziertem Beton zur Ressourcenschonung bei. Wir setzen hier also genau jene Produkte und Technologien ein, mit denen wir auch unsere Kunden und Kundinnen versorgen. Der Erneuerbaren Energie gehört die Zukunft – davon bin ich felsenfest überzeugt.
Wie schaut Ihrer Meinung die Energieversorgung in 20 Jahren aus?
Es wird sich sicher viel in Richtung Strom bewegen, im Einfamilienhaus vor allem über die Wärmepumpe in Kombination mit Sonnenenergie. Holzheizungen dort, wo aufgrund des Baustandards höhere Temperaturen für die Heizung gebraucht werden oder z. B. im landwirtschaftlichen Bereich. In Vorarlberg wird auch über Windenergie diskutiert, da laufen einige Planungen. Mir als großem Bergfreund gefällt das nicht so, weil ich finde, dass die Windräder die Landschaft nachhaltig verändern. Da finde ich den Bau von PV-Kraftwerken auf Steilflächen, die landwirtschaftlich ohnehin ausgesprochen umständlich zu nutzen sind, wesentlich besser. Im „Großen Walsertal" haben wir hier ein Paradeprojekt vor der Haustüre. Wenn ich von meinen Hausbergen im Rätikon nach Raggal hinüberschaue und dort die blaue PV-Fläche sehe, finde ich das echt cool. Manchmal bin ich auch hin- und hergerissen zwischen „Neuem schaffen" und „Altem bewahren" – aber irgendwie brauchen wir eine gute Lösung für die Zukunft. Öl verheizen kann's nicht sein – schon alleine deshalb, weil der Rohstoff viel zu wertvoll ist.
Möge die Übung gelingen. Vielen Dank für das Gespräch!
Schmidt's Haustechnik KG
Tränkeweg 6
6700 Bludenz
T 05552 90200-6000
F 05552 90200-6001
info.schmidts@gc-gruppe.at
www.schmidts-haustechnik.at
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