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Hackschnitzel sind ein genormter Brennstoff nach ÖNORM  7133

Hackschnitzel lagern und befördern

Hackgut und Hackschnitzellager

Hackschnitzel sind ein günstiger, regionaler Brennstoff, der in klar definierte Qualitätsklassen eingeteilt wird. Werfen Sie mit uns einen Blick auf die Eigenschaften des Energieträgers Hackgut – und auf die wichtigsten Varianten für Hackschnitzellager, Befüllungs- und Austragungssysteme.

Hackschnitzel sind ein genormter Brennstoff nach ÖNORM 7133

Hackschnitzel werden in erster Linie aus Nebenprodukten bei der Holzernte, bei der Landschaftspflege oder im Sägewerk gewonnen. Damit in der Praxis auch alles „rund läuft“, wird Hackgut nach ÖNORM 7133 / EN ISO 17225-4 eingeteilt. Die Größeneinteilung unterscheidet G30, G50, G100 (fein, mittel, grob), wobei in üblichen Hackschnitzelheizungen kleinerer Bauart „Hackgut fein“ verwendet wird. Das garantiert einen störungsfreien Transport und ein kleineres Lagervolumen.

Ein mobiles Hackgerät bei der Herstellung von Hackschnitzeln
Mobile Geräte hacken in wenigen Stunden einen Hackschnitzel-Jahresbedarf.

Der Brennstoff Hackschnitzel: Qualitätsklassen nach Wassergehalt und Heizwert

Eine weitere Qualitätsklassifizierung von Hackschnitzeln wird hinsichtlich ihres Wassergehalts vorgenommen – damit verbunden sind auch Heizwert und Lagerfähigkeit:

  • W20 – lufttrockene Hackschnitzel (Wassergehalt unter 20 %) sind gut lagerfähig und haben einen guten Heizwert; diese Klasse wird für kleine und mittlere Hackschnitzelheizungen empfohlen.
  • W30 – lagerbeständige Hackschnitzel W30 (Wassergehalt 20–30 %) sind lagerfähig und sollten als Mindestanforderung angestrebt werden.
  • W50 – erntefrische Hackschnitzel (Wassergehalt 40–50 %) verbrennen weder ordentlich, noch sind sie lagerfähig.

Der Heizwert von Hackschnitzeln

Der genaue Heizwert von Hackgut hängt von der Holzart und dem tatsächlichen Wassergehalt ab. Dabei gilt: Je trockener das Hackgut, desto höher der Heizwert. Bei Hackschnitzeln der Qualitätsklasse W20 liegt der Heizwert bei ca. 4 kWh/kg. 

Wenn Sie die genauen Werte für Masse und Energieinhalt von Hackgut in Abhängigkeit vom Wassergehalt für verschiedene Baumarten wissen möchten, folgen Sie bitte diesem Link zur Umrechnungstabelle des Österreichischen Biomasseverbands.

Ein HSH-Installateur ist auch in Ihrer Nähe

Sie haben Fragen rund um Haustechnik, Bad- und Sanitärinstallationen, Erneuerbare Energie oder die Förderungen dazu? Wir von HSH haben die Antworten und sind ganz in Ihrer Nähe, an 100 Standorten in ganz Österreich. Rufen Sie uns einfach an oder schauen Sie auf unserer Website oder gleich direkt bei uns vorbei. Wir beraten und unterstützen Sie gerne. 

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Hackschnitzellager: gut belüftete Räume im Großformat

Für die Hackschnitzellagerung muss reichlich Platz vorhanden sein. Hackgut hat eine Schüttdichte von ca. 200 bis 350 kg/m³, abhängig von Holzart und Wassergehalt. Zum Vergleich: Pellets haben eine Schüttdichte von ca. 650 kg/m³. Für Hackschnitzel benötigt man also ca. dreimal so viel Lagervolumen wie für Pellets. Auch im Vergleich mit Stückholz braucht Hackgut wesentlich mehr Lagerraum. 

Keller, Gebäude und leerstehende Silos als Hackschnitzelbunker

In den meisten Fällen werden Kellerräume, Nebengebäude und leerstehende landwirtschaftliche Gebäude wie z. B. Futtersilos zu gut belüfteten Hackschnitzelbunkern umfunktioniert.

Für die Befüllung des Hackschnitzellagers sollten Sie auf eine günstige Zufahrtsmöglichkeit für anliefernde Großmaschinen wie Traktoren mit Frontlader oder Anhänger achten. Ist ein Hackgutlager schwer zugänglich, kann man sich mit speziellen automatischen Befüllsystemen behelfen. 

Automatisches Füllsystem für schwer zugängliche Hackschnitzelbunker
Automatisches Füllsystem für schwer zugängliche Hackschnitzelbunker mit bis zu 8 m Höhe.

Vorgefertigte Hackschnitzel-Heizzentralen bzw. Containermodule

Wer es sich ganz einfach machen möchte, kann sich auch vorgefertigte Heizmodule oder Heizzentralen auf das Grundstück stellen. In diesen sogenannten Containermodulen sind sowohl Heizkessel als auch Hackgutlager untergebracht. Eine genaue Darstellung verschiedener Lager und deren Befüllung können Sie sich auch im folgenden Video ansehen.

Hackschnitzellager: die gängigsten Varianten inkl. Befüllung

Im folgenden Video von HARGASSNER werden die gängigsten Varianten für Hackschnitzelbunker vorgestellt: Vom Hackschnitzellagerraum im Keller über den Hackschnitzelbunker im Nebengebäude bis zum externen Heizmodul.

Systeme für die Raumaustragung von Hackschnitzeln

Die Entnahme des Hackguts aus dem Hackschnitzellager erfolgt in den meisten Fällen mit Bodenrührwerken und Förderschnecken. Das Bodenrührwerk lockert das im Lager angehäufte Hackgut und führt es der Entnahmeschnecke zu. Die Förderschnecke wiederum transportiert die Hackschnitzel zum Heizkessel weiter. Es gibt aber auch andere Hackschnitzel-Fördersysteme wie zum Beispiel Schubstangen oder Saugsysteme.

Rührwerk im Hackschnitzelbunker für die Entnahme des Hackguts
Die Entnahme des Hackguts aus dem Hackschnitzellager erfolgt zumeist mit Rührwerk und Entnahmeschnecke.
Ein Bodenrührwerk im Hackschnitzellager
Das Bodenrührwerk lockert das im Hackschnitzellager angehäufte Hackgut.
Eine Förderschnecke transportiert die Hackschnitzel zum Kessel.
Eine Förderschnecke transportiert die Hackschnitzel vom Lager zum Kessel.
Brandschutzeinrichtungen schützen das Hackschnitzellager
Brandschutzeinrichtungen halten die Brandgefahr vom Hackschnitzellager fern.
Zwei Hackschnitzelheizungen im Tandembetrieb für höhere Leistungen
Auch zwei Hackschnitzelheizungen, die auf ein gemeinsames Hackschnitzellager zugreifen, sind möglich.

Hochwertige Hackschnitzelheizungen, Befüll- und Entnahmesysteme von unseren Lieferantenpartnern

Wir HSH-Installateure setzen aus Überzeugung auf die Qualitätsheizkessel und -komponenten unserer Lieferantenpartner; weil wir grundsätzlich nur hochwertige Hackgutkessel, Befüll- und Entnahmesysteme verbauen, die einen einwandfreien und effizienten Betrieb gewährleisten. Damit Sie lange Freude an Ihrer Hackschnitzelheizung haben.

Was kostet eine Hackgutheizung mit Solar im unsanierten Altbau?

Mit unserem kostenlos nutzbaren Online-Heizungsplaner finden Sie es in ein paar Klicks heraus! Ein Kostenbeispiel: Bei einem unsanierten Altbau (Baujahr 1970 in Deutschlandsberg) mit 250 m² Wohnfläche müssen Sie für eine neue Hackgutheizung mit Solaranlage (Warmwasser) mit ca. 39.300 bis 53.170 Euro Investitionskosten und ca. 2.108 Euro Betriebskosten pro Jahr rechnen.

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Ein Screenshot aus dem Online-Heizungsplaner von HSH zeigt die Kosten für eine neue Hackgutheizung mit Solar im unsanierten Altbau.

FAQ: häufige Fragen rund um Hackschnitzelbunker und die Lagerung von Hackgut

Hackschnitzel benötigen wesentlich mehr Lagerplatz als Pellets. Überschlagsmäßig kann man sagen, dass man für Hackgut ca. dreimal so viel Lagervolumen benötigt wie für Pellets. 

Während ein Kubikmeter Pellets ca. 650 kg wiegt, bringt ein Kubikmeter Hackschnitzel nur 200 bis 350 kg auf die Waage. So bringt man zum Beispiel in einem 12 m³ großen Hackschnitzellager nur ca. 2,4 bis 4,2 Tonnen Hackschnitzel unter, während ein 12 m³ großes Pelletlager ca. 7,8 Tonnen Pellets fassen kann.

Die Kosten für Hackschnitzel der Klasse W20 in Österreich variieren je nach Region, Anbieter und Marktsituation. Ein grober Richtwert: Die Preise für W20-Hackschnitzel liegen in Österreich typischerweise zwischen 20 und 30 Euro pro Kubikmeter. Für genaue Preisangaben fragen Sie bitte Ihre lokalen Anbieter und Holzlieferanten.

Um 1.000 Liter Heizöl zu ersetzen, benötigen Sie ca. 2.500 kg Hackschnitzel der Qualitätsklasse W20 mit einem Heizwert von ca. 4 kWh/kg. Rechnet man mit einer realistischen Schüttdichte von ca. 250 kg/m³ ergeben sich daraus ca. 10 m³ Hackschnitzel. In kurzen Worten: Als Ersatz für 1.000 Liter Heizöl brauchen Sie ca. 10 m³ Hackgut der Qualitätsklasse W20.

Wenn Sie einen Hackschnitzelbunker planen, hängt seine Größe in erster Linie vom jährlichen Heizbedarf des Gebäudes ab. Dieser liegt bei gut isolierten Gebäuden bei ca. 50–70 kWh pro Quadratmeter und Jahr, bei weniger gut isolierten Gebäuden bei ca. 100–150 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Zunächst wird also der Heizbedarf des Gebäudes berechnet, danach der Brennstoffbedarf basierend auf der Energiedichte der Hackschnitzel und schließlich das benötigte Volumen. 

Ein Beispiel: 

  • Heizbedarf: Für ein altes Bauernhaus mit 150 m² Wohnfläche und einem geschätzten Heizbedarf von 150 kWh/m² ergibt sich ein jährlicher Heizbedarf von 22.500 kWh. 
  • Jährlicher Heizbedarf gesamt = 150 m² x 150 kWh/m² = 22.500 kWh
  • Brennstoffbedarf: Der gewählte Brennstoff W20-Hackschnitzel hat einen Energiegehalt von ca. 4 kWh/kg. Dadurch ergibt sich ein Brennstoffbedarf von ca. 5.625 kg.
  • Brennstoffbedarf = 22.500 kWh / 4 kWh/kg = 5.625 kg
  • Brennstoffvolumen: Der gewählte Brennstoff W20-Hackschnitzel hat eine Schüttdichte von ca. 250 kg/m³. Daraus ergibt sich ein Brennstoffvolumen von ca. 22,5 m³.
  • Brennstoffvolumen = 5.625 kg / 250 kg/m³ = 22,5 m³
  • Lagervolumen: Das Brennstoffvolumen wird um eine Reserve von ca. 10 % erhöht, um Jahresschwankungen abzufedern. Dadurch ergibt sich ein Lagervolumen von aufgerundet 25 m³.
  • Lagervolumen = 22,5 m³ x 0,1 + 22,5 m³ = 24,75 m³ = 25 m³ gerundet

Bei einem Energiegehalt von 4 kWh/kg und einer Dichte von 250 kg/m³ (W20-Hackschnitzel) benötigt man etwa 5.625 kg oder 22,5 m³ Hackschnitzel. Unter Berücksichtigung einer Reserve sollte der Bunker etwa 25 m³ fassen.

Förderkompass: Hier finden Sie alle Förderungen für Ihr Bundesland

Holen Sie sich hier den kompletten Überblick über die aktuellen Bundes- und Landesförderungen für den Neubau und die Sanierung umweltfreundlicher Heiz- und Energiesysteme in Ihrem Bundesland. Einfach Postleitzahl und E-Mail-Adresse eingeben – und schon können Sie den HSH-Förderkompass für Ihr Bundesland downloaden.

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