Wohnhaus Höfler Pinggau
In ihrem Zuhause genießen Kathrin und Patrick Höfler und umweltfreundliche Energie für Heizung und…
Mehr dazuKombiniert man eine zentrale Holzheizung mit Solarthermie, kann man vor allem im Sommer und in der Übergangszeit jede Menge Energiekosten und Brennstoff sparen. Indem man die thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung (und Heizungsunterstützung) nutzt. Wie das funktioniert, die Vorteile und Nachteile dieser Kombination und was der Pufferspeicher mit all dem zu tun hat, lesen Sie hier.
Eine zentrale Holzheizung sorgt üblicherweise neben der Heizungswärme auch gleich für warmes Leitungswasser. Damit der Heizkessel während des Sommers dafür nicht extra gezündet werden muss, bindet man häufig eine thermische Solaranlage – in der Regel über einen Pufferspeicher – in das System ein. Die Solaranlage dient dabei hauptsächlich der Warmwasserbereitung, kann aber (bei entsprechender Größe) auch einen kräftigen Anteil an Heizwärme bereitstellen.
In diesem Artikel gehen wir davon aus, dass es sich bei der Holzheizung um das Hauptheizsystem des Hauses handelt. Die Solaranlage ist die nachhaltige Ergänzung dazu, die das Gesamtsystem besonders umweltfreundlich macht.
Während die Solaranlage an sonnenreichen Tagen reichlich Solarerträge einfährt, kann die Holzheizung übers Jahr gesehen oft ausgeschaltet bleiben. Man spart sich Brennstoff und schont die Anlage. Dabei ist es im Grunde egal, ob eine Stückholzheizung, eine Hackschnitzelheizung oder eine Pelletheizung mit Solarthermie verknüpft wird. Doch sehen wir uns mal an, wie viel da tatsächlich gespart werden kann.
Bis zu 60 % der Kosten für die jährliche Warmwasserbereitung lassen sich durch eine Solaranlage einsparen. Nutzt man die Solarthermie auch für die Heizungsunterstützung, können je nach System jährlich bis zu einem Drittel der Heizkosten gespart werden.
Eine gut geplante Solaranlage kann in den Sommermonaten den Gesamtbedarf an Warmwasser abdecken. An besonders sonnigen Tagen ist sie auch in der Übergangszeit dazu in der Lage. Die Holzheizung kann in dieser Zeit komplett ausgeschaltet bleiben. Die Solaranlage übernimmt die gesamte Wärmeversorgung.
Werden die Tage kürzer und kälter, verringern sich auch die Solarerträge. Trotzdem kann die Solaranlage auch in den Wintermonaten einen kräftigen Anteil an Solarwärme für Warmwasser und Heizungsunterstützung liefern. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass eine Solaranlage in der kalten Jahreszeit einen Teil des gesamten jährlichen Solarertrags bereitstellen kann. Entscheidend ist dabei die Lage des Hauses ober- oder unterhalb der Nebelgrenze und die Anbringung der Kollektoren. Je steiler diese montiert sind, desto besser kann die tiefstehende Sonne genutzt werden. Auch komplett senkrecht montierte Kollektoren haben sich sehr bewährt, zusätzlicher Bonus: Es bleibt kein Schnee auf der Oberfläche liegen, der die Sonnenstrahlen nicht zum Kollektor durchlässt.
Bei der Planung einer Holzheizung mit Solarthermie ist viel technisches Know-how gefragt. Verschiedenste Faktoren wie Energiestandard des Hauses, Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner, Größe und Leistungsfähigkeit der Einzelkomponenten, Platzangebot für Brennstofflager und geeignete Flächen für Solarkollektoren müssen berücksichtigt werden. Denn nur, wenn alle Komponenten – vom Heizkessel über Solaranlage und Pufferspeicher bis hin zum Heizkörper optimal aufeinander abgestimmt sind, lassen sich auch die gewünschten Einsparungseffekte erzielen.
Der Pufferspeicher spielt in dieser Holz-Sonne-Hybridheizung eine zentrale Rolle. Er speichert Wärmeenergie in Form von Heizungswasser und gibt sie bedarfsgerecht an das Wärmeverteilsystem ab. Gleichzeitig dient er als zentrale Schnittstelle zwischen Holzbrennkessel, Solaranlage und Wärmeverteilsystem. Hier fließen alle Wärmeströme smart gesteuert zusammen und wieder auseinander. Details dazu finden Sie in unserem Artikel: Holzheizung mit Pufferspeicher: Effizienz im Doppelpack.
Apropos smart: Praktisch alle moderne Heizsystemen können bereits über eine anwenderfreundliche Smartphone-App gesteuert werden. Auch die Einbindung der Heizung ins Smart-Home ist möglich.
Obwohl die Kombination von Solarthermie und Holzheizung bei allen Systemtypen Vorteile bringt, gibt es in der praktischen Umsetzung sehr wohl Unterschiede. Hier sind die augenscheinlichsten im Überblick:
Stückholzheizungen bzw. Holzvergaser werden in der Praxis besonders häufig mit Solarthermie kombiniert. Dabei werden tendenziell größere Solaranlagen verbaut, die sowohl zur Warmwasserbereitung als auch zur Heizungsunterstützung dienen. Das liegt vorrangig daran, dass Stückholzheizungen manuell beschickt werden müssen – und die automatisch arbeitende Solaranlage zusätzlichen Heizkomfort bringt. So spart man sich im Sommer und in der Übergangszeit das manuelle Einheizen und genießt das automatisch durch die Solaranlage erwärmte Warmwasser.
Pelletheizungen werden in der Praxis häufig mit Solarthermie kombiniert. Die Größe der Solaranlage wird dabei in den meisten Fällen so gewählt, dass sie für die Bereitung des Warmwassers im Sommer und in der Übergangszeit ausreicht. Zumeist wird die Entscheidung für so eine Anlage vorrangig aus wirtschaftlichen Gründen getroffen. Kleinere Solaranlagen sind günstig in der Anschaffung und amortisieren sich schnell. Während der warmen Jahreszeit bleibt die Pelletheizung kalt – und das spart jede Menge Pellets.
Hackschnitzelheizungen werden zumeist in Gewerbe- oder Industriebetrieben, in der Hotellerie, in Wohnanlagen und anderen Großanlagen mit Solarthermie kombiniert. Das macht sie besonders kostengünstig und umweltfreundlich. Gerade in Bereichen, in denen auch im Sommer und in der Übergangszeit viel Warmwasser benötigt wird (z. B. Hotellerie, Großküchen), spielt diese Kombi ihre Trümpfe aus. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, auch kleinere Hackschnitzelheizungen in z. B. Wohnhäusern oder Bauernhäusern mit Solarthermie zu unterstützen.
Wenn Ihr Hauptheizsystem eine zentrale Holzheizung ist, können Sie durch den Einbau einer zusätzlichen thermischen Solaranlage zahlreiche Vorteile generieren. Gleichzeitig sind einige potenzielle Nachteile dieser Kombination zu berücksichtigen. Hier ein kleiner Katalog, der Ihnen das Abschätzen erleichtern soll:
Die Kombination aus Holzheizung und Solarthermie kostet in der Anschaffung naturgemäß mehr als die Holzheizung allein. Wie hoch die Investitionskosten genau sind, hängt von zahlreichen Faktoren wie dem Wärmebedarf des Hauses, den aufeinander abgestimmten Heizungskomponenten und dem tatsächlichen Installationsaufwand ab. Die Kosten können dementsprechend sehr stark variieren.
Einen realistischen Richtwert für Investitions- und Betriebskosten verschiedener Heizvarianten für exakt Ihr Zuhause berechnet unser Online-Heizungsplaner. Setzen Sie bei den Ergebnissen einfach ein Häkchen bei Solarthermie. Und schon können Sie drauflosvergleichen.
Mit unserem kostenlos nutzbaren Online-Heizungsplaner finden Sie es in ein paar Klicks heraus! Ein Kostenbeispiel: Bei einem Neubau (Niedrigenergiehaus in Klosterneuburg) mit 150 m² Wohnfläche müssen Sie für eine neue Pelletsheizung mit Solaranlage (Warmwasser) mit ca. 24.730 bis 33.460 Euro Investitionskosten und ca. 1.243 Euro Betriebskosten pro Jahr rechnen.
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Solarthermie bringt die höchsten Energieerträge in den Sommermonaten, wenn die Sonneneinstrahlung ihr Maximum erreicht. Trotzdem kann eine thermische Solaranlage auch im Winter ihr Scherflein zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung beitragen. Die Erträge hängen dabei von der Größe der Solaranlage, von deren Ausrichtung und vom konkreten Standort des Hauses bzw. der Kollektoren ab.
Wie hoch die solare Abdeckung des Wärmebedarfs für Warmwasser und Heizung ist, richtet sich auch nach dem Energiestandard des Hauses, der Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner und deren Nutzungsverhalten.
Ein Beispiel: Wir betrachten ein neues Niedrigenergiehaus mit einer Wohnfläche von 120 m², das mit einer Stückholzheizung als Hauptsystem geheizt und von vier Menschen bewohnt wird. Dazu kombinieren wir eine durchschnittlich große Solarthermieanlage mit 10 m² Kollektorfläche.
Der Gesamtwärmebedarf dieses Hauses (Heizung und Warmwasser) liegt bei ca. 9.650 kWh/a. Eine Solarthermieanlage mit 10 m² Kollektorfläche kann in Österreich Energie im Ausmaß von ca. 4.000 kWh/a zur Verfügung stellen. Über das Jahr verteilt ergeben sich dadurch folgende solare Deckungsraten:
Ja, die gibt es. Viele namhafte Kesselhersteller bieten bereits Doppelpacksysteme an, die Holzheizung und Solarthermie verbinden. Wir HSH-Installateure beraten Sie dazu gerne.
In unseren Breiten ist das nicht einfach – aber ja: Man kann Häuser heute tatsächlich so bauen, dass ihr Wärmeenergiebedarf zu 100 % durch Sonnenenergie gedeckt wird. Das ist technisch sehr anspruchsvoll, wird aber von passionierten Tüftlern immer wieder bravourös umgesetzt. Man spricht übrigens von sogenannten Sonnenhäusern, wenn über 70 % des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser durch die Sonne gedeckt werden können.
Für uns HSH-Installateure ist das Thema extrem spannend, weshalb wir ihm auch eine eigene Rubrik widmen. Bitteschön: Hier geht’s lang zu unseren Sonnenhäusern.
Dazu sagen wir eindeutig ja! Thermische Solaranlagen sind gerade in Zeiten des Klimawandels eine ausgezeichnete nachhaltige Alternative zur emissionsfreien und CO2-neutralen Wärmegewinnung. Die handelsüblichen Systeme sind ausgereift, robust und haben hohe Wirkungsgrade.
Darüber hinaus gibt es immer wieder staatliche Förderungen als Investitionsanreiz. Einen aktuellen Überblick dazu finden Sie in unserer Rubrik: Förderungen für Erneuerbare Energie.
Holen Sie sich hier den kompletten Überblick über die aktuellen Bundes- und Landesförderungen für den Neubau und die Sanierung umweltfreundlicher Heiz- und Energiesysteme in Ihrem Bundesland. Einfach Postleitzahl und E-Mail-Adresse eingeben – und schon können Sie den HSH-Förderkompass für Ihr Bundesland downloaden.
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