Generell produzieren Heizsysteme immer zwei Arten von Wärme. Zum einen ist das die Strahlungswärme, die wir Menschen als besonders angenehm empfinden. Sie erwärmt Haut, Wände und Oberflächen direkt (Sonnenstrahlen funktionieren nach demselben Prinzip). Zum anderen ist das die Konvektionswärme. Sie erwärmt die Umgebungsluft, die an der Heizfläche vorbeiströmt. Je nach Heizsystem sind die Anteile an Strahlungs- und Konvektionswärme recht unterschiedlich. Die Infrarotheizung wirbt mit einem hohen Anteil an Strahlungswärme (25 bis 60 %), der für ein deutliches Mehr an Behaglichkeit sorgt. Fakt ist, dass auch andere Heizsysteme viel Strahlungswärme abgeben. Während Plattenheizkörper bei Werten zwischen 20 und 50 % liegen, erreichen Flächenheizungen wie Fußboden- oder Wandheizungen noch höhere Strahlungsanteile. Der vermeintliche Behaglichkeitsvorteil der Infrarotheizung relativiert sich.
Die Behauptung, dass Infrarotheizungen für mehr Behaglichkeit sorgen, stimmt bedingt. Im Vergleich mit anderen Heizsystemen schneiden sie nicht zwangsläufig besser ab.