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Heizen und kühlen mit Energie aus dem Grundwasser

Grundwasser-Wärmepumpen: effizient, sparsam und umweltfreundlich

Wo Grundwasser fließt, lässt sich mit Hilfe einer Grundwasserwärmepumpe Energie zum Heizen und Kühlen gewinnen. Mit besten Leistungszahlen, umweltfreundlich und emissionsfrei, versteht sich. Was Sie dazu brauchen? Ein Grundwasservorkommen, die Genehmigung für den Brunnenbau und einen HSH-Installatör.

Wenn Sie auf Ihrem Grundstück über Grundwasser verfügen und Ihr Zuhause mit erneuerbarer Energie beheizen oder auch kühlen möchten, sollten Sie unbedingt prüfen, ob eine Grundwasserwärmepumpe (auch Wasser-Wasser-Wärmepumpe) installiert werden kann. Diese Art der Wärmepumpe liefert nämlich höchste Leistungszahlen und ist außerordentlich effizient. Das hängt vor allem mit der ganzjährig konstanten Temperatur des Grundwassers zusammen.

Ein HSH-Installateur ist auch in Ihrer Nähe

Sie haben Fragen rund um Haustechnik, Bad- und Sanitärinstallationen, Erneuerbare Energie oder die Förderungen dazu? Wir von HSH haben die Antworten und sind ganz in Ihrer Nähe, an 100 Standorten in ganz Österreich. Rufen Sie uns einfach an oder schauen Sie auf unserer Website oder gleich direkt bei uns vorbei. Wir beraten und unterstützen Sie gerne. 

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So funktioniert die Grundwasserwärmepumpe

Der Heizbetrieb einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe funktioniert im Prinzip recht einfach: Über einen Entnahmebrunnen wird das Grundwasser zur Wärmepumpe geleitet. Diese entzieht dem Wasser Wärmeenergie und erhöht das Temperaturniveau mit Hilfe von elektrischem Strom. Was genau dabei im Inneren des Wärmepumpengerätes passiert, lesen Sie in unserem Detailartikel zur Funktion der Wärmepumpenheizung. Die bereitgestellte Heizwärme wird dann über ein Niedertemperatursystem wie z. B. eine Fußbodenheizung oder Wärmepumpenheizkörper im Haus verteilt.

Rückführung des abgekühlten Grundwassers

Das im Wärmepumpengerät abgekühlte Wasser wird über einen Schluckbrunnen bzw. Sickerschacht in das Grundwasser zurückgeführt. Grundwasserwärmepumpen sind genehmigungspflichtig und dabei muss beachtet werden, dass das Wasser bei der Rückführung nur um wenige Grad abgekühlt wird

Günstige passive Kühlung mit Grundwasser

Wärmepumpen, die Grundwasser als Energiequelle nutzen, eignen sich sowohl zum Heizen und Warmwasserbereiten als auch zum Kühlen. Die passive Kühlung mit der Wärmepumpe (Natural Cooling) ist dabei die sparsamste Kühlvariante. Das System verwendet die niedrigen Temperaturen des Grundwassers (ca. 8 bis 12 °C) auf direktem Wege. Nur Regelung und Umwälzpumpe müssen eingeschaltet werden. Das macht den passiven Kühlbetrieb außerordentlich günstig.

Für wen eignet sich eine Grundwasserwärmepumpe?

Auch wenn sich auf Ihrem Grundstück ein Grundwasservorkommen befindet, heißt das nicht automatisch, dass eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe auch gut zu Ihrem Zuhause passt. Es gibt eine ganze Reihe an Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit eine Grundwasserwärmepumpe versorgungssicher, effizient und sparsam arbeiten kann. Hier sind die wichtigsten Faktoren:

  • Gut gedämmte Gebäude der Klassen A, B und C
    Damit die Grundwasserwärmepumpe effizient eingesetzt werden kann, muss das Haus grundsätzlich gut gedämmt sein. Ob es sich dabei um einen Neubau oder einen sanierten Altbau handelt, ist eigentlich egal. Am besten eignen sich Häuser der Energieklassen A, B und C (lt. Energieausweis). Mehr zum konkreten Heizwärmebedarf finden Sie in der Heizungsmatrix von klimaaktiv.
     
  • Wärmeverteilung über ein Niedertemperaturheizsystem
    Für die effiziente und komfortable Wärmeverteilung eignen sich Niedertemperaturheizsysteme am besten. Sie arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen, was dem effizienten Betrieb der Wärmepumpe entgegenkommt. Bei Fußboden- oder Wandheizungen bzw. Klimadecken sollte die benötigte Vorlauftemperatur 40 °C nicht überschreiten. Bei Heizkörpern sollte sie unter 55 °C liegen.
     
  • Ausreichende Grundwassermenge und gute Wasserqualität
    Für den Betrieb einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe und ihre zuverlässige Funktion muss auch in Dürreperioden immer ausreichend Grundwasser in guter Qualität zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk muss auf die Wasserqualität gelegt werden. Chemische Wasserbestandteile (z. B. Eisen, Mangan, Kalk) oder Verunreinigungen wie Sand oder Schwebepartikel können im Wärmepumpengerät nämlich zu Ablagerungen oder Beschädigungen führen. Und das verringert sowohl Effizienz als auch Lebensdauer der Wasserwärmepumpe. 
     
  • Tiefe des Grundwasservorkommens
    Das Wasservorkommen für die Grundwasserwärmepumpe sollte in einer Tiefe von bis zu maximal 20 Meter liegen. Das hält die Kosten für den Brunnenbau im Rahmen (tiefere Bohrungen sind meist unwirtschaftlich) und sorgt für einen überschaubaren Pumpaufwand. Außerdem liegen die Grundwassertemperaturen hier im gewünschten Bereich zwischen konstanten 8 und 12 °C. Bei Brunnen mit geringer Tiefe sind besondere Vorkehrungen bezüglich Verschmutzung zu treffen und stärker schwankende Wassertemperaturen in die Auslegung einzubeziehen.
     
  • Genügend Platz auf dem Grundstück: Brunnen-Mindestabstand von 15 m
    Beim Bau der Grundwasserwärmepumpe muss ein Abstand von 15 m zwischen den beiden Brunnen eingehalten werden. Entnahme- und Schluckbrunnen benötigen nur wenig Platz, weshalb sich die Wasser-Wasser-Wärmepumpe auch gut für kleine Grundstücke eignet. Trotzdem muss der Platzbedarf für jedes Projekt genau überprüft werden.

Quickcheck: Die Grundwasserwärmepumpe

  • Voraussetzung: Grundwasservorkommen auf dem Grundstück
  • Tiefe des Brunnens möglichst geringer als 20 Meter, sonst fällt zu viel Pumpaufwand an
  • Bohrung von Entnahmebrunnen und Schluckbrunnen (oder Sickerschacht) nötig
  • Auch für kleine Grundstücke geeignet
  • Liefert höchste Leistungszahlen während des ganzen Jahres
  • Genehmigungspflichtig
  • Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung möglich

Genehmigungspflicht in Österreich

Nicht jeder, der eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe in Österreich installieren lassen möchte, darf das auch tun. Grundwasserwärmepumpen sind hierzulande genehmigungspflichtig. Wir HSH‑Installateure kennen uns dabei aus und stehen Ihnen gerne zur Seite – von der ersten Analyse über notwendige Behördengänge und Erdarbeiten bis hin zur Inbetriebnahme der fertig installierten Heizung.

Grundwasserwärmepumpe: Vor- und Nachteile

Der zentrale Vorteil einer Grundwasserwärmepumpe ist ihr sparsamer und umweltfreundlicher Betrieb, der sich aus den ganzjährig konstanten Wassertemperaturen (ca. 8 bis 12 °C) ergibt. Bei der Entscheidungsfindung für oder gegen eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe sind aber weitaus mehr Vor- und Nachteile zu berücksichtigen.

Vorteile einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

  • Sparsamer und effizienter Betrieb durch die konstant hohen Grundwassertemperaturen und eine hohe Jahresarbeitszahl (JAZ)
  • Vollautomatisches Heizen, Kühlen und Warmwasserbereiten
  • Höchstes Potential aller Wärmepumpenvarianten für die Kühlung
  • Nutzung von kostenloser Erneuerbarer Energie aus dem Grundwasser
  • Vergleichsweise niedrige Betriebs- bzw. Stromkosten
  • Geringer Platzbedarf im Haus
  • So gut wie keine Geräuschentwicklung
  • Für kleinere Grundstücke geeignet
  • Mit Solarthermie und Photovoltaik kombinierbar
  • Attraktive staatliche Förderungen

Nachteile einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

  • Abhängig von Vorkommen und Qualität des Grundwassers
  • Aufwand rund um Genehmigung und Meldepflicht 
  • Vergleichsweise hohe Anfangsinvestition und umfangreiche Erschließungsarbeiten für den Brunnenbau
  • Regelmäßige Wartung der Brunnenanlagen nötig, um Versandung oder Verschmutzung vorzubeugen
  • Analyse, Planung und Installation verlangen umfassendes Fachwissen

Wir HSH-Installateure sind zertifizierte Wärmepumen-Installateure und beraten Sie gerne.

Pension Schtubat mit Wärmepumpe und Solaranlage
Die Bregenzerwälder Architekturszene hat ein Schmuckkästchen mehr: Die Pension Schtubat. Das gesamte Gebäude wurde mit einer Fußbodenheizung versehen, die heute mit ökologischer Wärme von der Grundwasserwärmepumpe (WEIDER 21,5 kW) beliefert wird.
Schönes Doppel-Wohnhaus beheizt mit einer Grundwasserwärmepumpe
Die pure mountain BASE in Erpfendorf wird mit einer Grundwasserwärmepumpe beheizt. Eine umweltfreundliche Energieversorgung ist Ehrensache für die Berg- und Naturliebhaber Familie Rabl, die das wunderschöne Haus betreiben.
sanierter historischer Bauernhof beheizt mit einer Grundwasserwärmepumpe
Im knapp 350 Jahre alten Hof der Familie Taferner in Himmelberg setzt man auf Ökologie. Beheizt werden die insgesamt 700 m² Wohn- und Bürofläche seit Neuestem mit einer Grundwasser-Wärmepumpe (OCHSNER GMWW 40 kW).
Oberteil einer Brunnenanlage für eine Wärmepumpe
Die nötigen Brunnen für eine Grundwasserwärmepumpe brauchen nur wenig Platz und passen auch auf kleine Grundstücke. Ein Brunnen ist für die Entnahme erforderlich, ein weiterer für die Rückführung des Grundwassers.
Großes Büro mit Fußbodenheizung, versorgt durch eine Grundwasserwärmepumpe
Im Firmengebäude der niederösterreichischen EZ Dienstleistungs GmbH erfolgt die Temperaturverteilung über ein Flächensystem im Fußboden, das sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen über eine Grundwasserwärmepumpe genutzt wird.
Sportresidenz Zillertal Außenansicht mit Teich, der eine Grundwasserwärmepumpe speist
In der Sportresidenz Zillertal genießt man nicht nur Wellness vom Feinsten, sondern auch perfekt temperierte Räume. Besonders dabei ist, dass die Kühlenergie von zwei Wärmepumpen bereitgestellt wird, die mit Wasser aus dem Golfplatzteich gespeist werden.

Kosten einer Grundwasserwärmepumpe

Die Anschaffung einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist durch den Brunnenbau mit höheren Kosten verbunden als beispielsweise die Installation einer Luftwärmepumpe. Die dauerhaft niedrigen Betriebskosten der Wasser-Wasser-Wärmepumpe rechtfertigen den höheren Preis bzw. Installationsaufwand aber in vielen Fällen. Eine genaue Analyse, Kostenrechnung und Planung durch einen Fachbetrieb schafft Klarheit und Kostensicherheit.

Grundwasserwärmepumpe: Richtwerk für Kosten

Die Größe der Wärmepumpenanlage und die damit verbundenen Investitionskosten hängen vorrangig von der beheizten Wohnfläche, dem Energiebedarf Ihres Hauses und Ihren Heizgewohnheiten ab. Grobe Richtwerte für die Anschaffungskosten und Betriebskosten einer Grundwasserwärmepumpe für genau Ihr Zuhause liefert unser Online-Heizungsplaner. Probieren Sie ihn einfach aus – kostenlos und ohne Registrierung.

Wärmepumpen-Förderung checken

Aktuell gibt es attraktive Förderungen für die Anschaffung von Grundwasserwärmepumpen, die Ihnen den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme erleichtern sollen. Die Details dazu finden Sie in unserem Artikel Wärmepumpen-Förderungen für Erd-, Wasser- und Luftwärmepumpen. Wenn Sie Fragen dazu haben, rufen Sie uns einfach an: Wir HSH-Installateure unterstützen Sie gerne bei der Förderabwicklung.

Was kostet eine Grundwasserwärmepumpe im sanierten Altbau?

Mit unserem gratis nutzbaren Online-Heizungsplaner finden Sie es in ein paar Klicks heraus! Ein Kostenbeispiel: Bei einem sanierten Altbau (Baujahr 1970 in Bad Gastein) mit 130 m² Wohnfläche müssen Sie für eine neue Grundwasserwärmepumpe mit ca. 31.810 bis 57.680 Euro Investitionskosten und ca. 1.517 Euro Betriebskosten pro Jahr rechnen.

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Ein Screenshot aus dem Online-Heizungsplaner von HSH zeigt die Kosten für eine neue Grundwasserwärmepumpe im sanierten Altbau.

Häufige Fragen rund um die Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Es gibt keinen Unterschied. Die beiden Begriffe werden synonym verwendet. 

Grundwasser gilt in Österreich als Volkseigentum und unterliegt einem besonderen Schutz, weil es auch der Trinkwasserversorgung dient. Das Genehmigungsverfahren stellt sicher, dass die Qualität des Grundwassers gewahrt bleibt, Umweltschäden vermieden werden, die Nutzung langfristig unbedenklich ist, keine Nutzungskonflikte entstehen und die technischen Anforderungen und Standards eingehalten werden. Je nach Region sind unterschiedliche Behörden (Bezirkshauptmannschaften, Magistrate, Umweltabteilungen, Planungsstellen etc.) für die Grundwasserwärmepumpen-Genehmigung zuständig. Fragen Sie einfach uns HSH-Installateure – wir wissen Bescheid und unterstützen Sie gerne bei der Abwicklung.

Die Temperaturen des Grundwassers in einer Tiefe von ca. 15 m liegen in Österreich ganzjährig bei etwa 8 bis 12 °C. Das ist eine sehr gute Ausgangssituation für den stromsparenden Betrieb der Grundwasserwärmepumpe. Details dazu finden Sie im Artikel Stromverbrauch der Wärmepumpe

Der Stromverbrauch für den Betrieb Ihrer Wasser-Wasser-Wärmepumpe hängt von mehreren Faktoren ab. Die wichtigsten davon sind der Heizwärmebedarf Ihres Zuhauses, die Wärmequellentemperatur und die Jahresarbeitszahl JAZ. Details zur Berechnung finden Sie in unserem Artikel: Stromverbrauch der Wärmepumpe.

Das kommt ganz auf die Sichtweise an. Wollen Sie von Stromlieferanten unabhängiger sein und den Anteil an Ökostrom für den Betrieb der Wärmepumpe erhöhen, ist die Kombination mit einer Photovoltaikanlage eine gute Idee. Dabei sollten Sie aber immer im Hinterkopf behalten, dass eine durchschnittliche PV-Anlage vor allem im Winter immer nur einen Teil des für den Betrieb der Wärmepumpe benötigten Stroms bereitstellen kann. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel Wärmepumpe und PV-Anlage: Wie viel leistet die Sonne wirklich?

Solarthermie ist eine ausgezeichnete Ergänzung zur Wärmepumpe. Im Sommer sorgt die thermische Solaranlage für Warmwasser, in der Übergangszeit unterstützt sie zudem die Heizung. Dadurch reduziert sich die Einsatzzeit der Wärmepumpe – das verlängert ihre Lebensdauer und spart jede Menge Strom. Details finden Sie im Artikel Wärmepumpe und Solaranlage.

Sie überlegen, ob eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe wirklich die beste Wahl für Ihr Zuhause ist oder ob sich ein anderes Wärmepumpensystem besser eignet? Dann werfen Sie auch einen Blick auf unseren Artikel Wärmepumpen im Vergleich, in dem wir die gängigsten Systeme gegenüberstellen. Dabei beleuchten wir Faktoren wie Anschaffungskosten, Betriebskosten, Effizienz und Lebensdauer von Erdwärmepumpen, Grundwasserwärmepumpen und Luftwärmepumpen

Förderkompass: Hier finden Sie alle Förderungen für Ihr Bundesland

Holen Sie sich hier den kompletten Überblick über die aktuellen Bundes- und Landesförderungen für den Neubau und die Sanierung umweltfreundlicher Heiz- und Energiesysteme in Ihrem Bundesland. Einfach Postleitzahl und E-Mail-Adresse eingeben – und schon können Sie den HSH-Förderkompass für Ihr Bundesland downloaden.

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