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Ein Tropfen kalkfreies Wasser fällt auf die Oberfläche und erzeugt Wellen

Was tun bei stark kalkhaltigem Trinkwasser?

Wasserenthärtung im Einfamilienhaus

Enthärtungsanlagen machen hartes Trinkwasser weich. Sie schützen Leitungen und Geräte vor Kalkablagerungen und verlängern ihre Lebensdauer. Doch wann spricht man überhaupt von hartem, kalkhaltigem Wasser? Wann ist die Installation einer Wasserenthärtungsanlage sinnvoll? Und welche Vorteile ergeben sich? Ein Überblick.

Stark kalkhaltiges Trinkwasser kann lästig sein. Es hinterlässt unansehnliche Kalkränder in Badezimmern und Küchen. Die Wäsche wird kratzig. Und auch Leitungen, Waschmaschinen und Geschirrspüler bleiben nicht von Kalkablagerungen verschont. Zentrale Wasserenthärtungsanlagen schaffen hier Abhilfe, indem sie dem Trinkwasser Kalzium und Magnesium entziehen. Sie machen das Wasser angenehm weich. Doch sehen wir uns zunächst schnell an, was hartes Wasser überhaupt ist.

Was versteht man unter hartem Wasser?

Die Gesamthärte unseres österreichischen Trinkwassers wird anhand der Konzentration von Kalzium- und Magnesiumionen im Wasser bestimmt. Sie wird in Grad deutscher Härte [dH] angegeben. Je höher die Kalzium- und Magnesiumanteile (die auch für Kalkablagerungen verantwortlich sind) im Wasser sind, desto härter ist das Wasser.

Laut Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft Regionen und Wasserwirtschaft werden die Härtestufen unseres Trinkwassers wie folgt eingeteilt:

  • Härtestufe I – weiches bis mäßig hartes Wasser: 0–10 °dH
  • Härtestufe II – ziemlich hartes Wasser: 10–16 °dH
  • Härtestufe III – hartes Wasser: über 16 °dH

Je nach Region variiert die Gesamthärte des oberflächennahen Grundwassers in Österreich zum Teil sehr stark. Diese Unterschiede sind entscheidend bei der Wahl einer Enthärtungsanlage, da der Härtegrad bestimmt, ob eine Enthärtung sinnvoll ist, und welche Kapazität benötigt wird.

Die Wasserhärte in Österreich

Österreichkarte mit Gesamthärtegraden des Grundwassers
Überblickskarte über die Gesamthärtegrade des Grundwassers in Österreich

Was ist eine Wasserenthärtungsanlage?

Eine Wasserenthärtungsanlage ist ein Gerät, das in das häusliche Wassersystem eingebaut wird, um hartes, kalzium- und magnesiumionenreiches Wasser in weiches Wasser umzuwandeln. Zentrale Entkalkungsgeräte werden dabei direkt nach dem Hauptwasseranschluss installiert. So wird gewährleistet, dass das ganze Haus mit frisch entkalktem Wasser versorgt wird. Je nach Bedarf kann die gewünschte Wasserhärte punktgenau voreingestellt werden.

In der Praxis haben sich folgende zwei Arten von Wasserenthärtungsanlagen durchgesetzt:

  • Enthärtungsanlagen (Prinzip des Ionentauschs): Die Kalzium- und Magnesiumionen im Trinkwasser werden durch Natriumionen ersetzt. Hier wird Enthärtersalz benötigt.
  • Osmoseanlagen (Prinzip der Umkehrosmose): Das Trinkwasser wird mit Druck durch eine Osmosemembran gepresst, die nur Wassermoleküle durchlässt. Auch andere Stoffe wie z. B. Viren oder Medikamentenrückstände können so aus dem Wasser „gefiltert“ werden.

Wann ist der Einsatz einer Wasserenthärtungsanlage sinnvoll?

Der Einbau einer Enthärtungsanlage ist besonders sinnvoll, wenn das Leitungswasser einen hohen Härtegrad aufweist – also ab ca. 14 °dH. Da beim Erhitzen des Wassers Kalk ausfällt, kann das bei hartem Wasser zu nachteiligen Kalkablagerungen in Haushaltsgeräten, Rohrleitungen, Boilern, Waschmaschinen, Geschirrspülern oder anderen Geräten führen. Und genau diese Ablagerungen werden durch die Wasserenthärtung vermieden. Doch es gibt noch weitere Vorteile.

Die wichtigsten Vorteile der Wasserenthärtung

  • Schutz teurer Haushaltsgeräte: Weniger Kalkablagerungen verlängern die Lebensdauer von Geräten wie Waschmaschinen, Warmwasserbereitern und Geschirrspülern. Dadurch werden auch die Investitionskosten rasch wieder hereingespült.
  • Spürbar weichere Wasserqualität: Weiches Wasser ist angenehmer für Haut und Haare, was vor allem für Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergien von Vorteil ist. Die Wäsche wird flauschig und weich
  • Weniger Reinigungsaufwand: Armaturen, Duschwände und Fliesen bleiben kalkfrei und müssen seltener gereinigt werden. Der Reinigungsaufwand in Bad, Küche und WC reduziert sich. Der Komfortgewinn ist beachtlich.
  • Einsparungen bei Energie, Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemittel: Weniger Kalk im Wasser bedeutet, dass z.B. Warmwasserbereiter und Heizungen effizienter arbeiten können, was zu niedrigeren Energiekosten führt. Man spart außerdem bis zu 50% an Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemitteln.

BWT-Perlwasseranlagen mit Ionentauscher

Kosten für die Anschaffung und den laufenden Betrieb

Für ein Einfamilienhaus ist je nach Art der Wasserenthärtungsanlage mit einmaligen Investitionskosten für Gerät und Installation in der Höhe von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Euro zu rechnen. Preise und Qualität der Gerätetypen variieren sehr stark, weshalb wir hier leider keine konkreten Zahlen nennen können. Am besten lassen Sie sich ein exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnittenes Angebot für Ihr Zuhause legen. Wir HSH-Installateure beraten Sie gerne.

Für den reibungslosen laufenden Betrieb muss die Wasserenthärtungsanlage regelmäßig (alle sechs bis zwölf Monate) gewartet werden. Die Kosten für Wartungsarbeiten, Strom und Enthärtersalz sind außerdem zu berücksichtigen.

Worauf muss man bei der Installation einer Enthärtungsanlage achten?

  • Wasserhärte checken: Bevor die Entscheidung für eine Enthärtungsanlage fällt, wird der Härtegrad des Leitungswassers bestimmt, um die richtige Anlagengröße und Kapazität zu wählen.
  • Platzbedarf checken: Die Enthärtungsanlage wird direkt nach dem Hauswasseranschluss montiert. Hier muss genügend Platz für das Gerät und für den Spülwasserablauf vorhanden sein.
  • Stromanschluss vorsehen: Enthärtungsanlagen benötigen einen Stromanschluss für die Steuerungseinheit.
  • Wartungsintervalle berücksichtigen: Die Anlage muss nach Herstellervorgaben regelmäßig überprüft und gewartet werden, um die Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten.

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FAQ: Häufige Fragen rund um die Wasserenthärtung

Ja, das Trinken von kalkhaltigem bzw. hartem Trinkwasser ist für den menschlichen Körper durchwegs gesund. Es schmeckt auch besser als weiches Wasser. Knochen und Muskeln brauchen Kalzium und Magnesium. Die insgesamt benötigten Mengen lassen sich allerdings allein durchs Wassertrinken nicht aufnehmen. Ein Zusammenhang zwischen Arterienverkalkung und dem Genuss von kalkhaltigem Wasser kann aus medizinischer Sicht übrigens ausgeschlossen werden.

Nein, in Regionen mit weichem oder mittelhartem Wasser ist eine Enthärtung meistens nicht notwendig. In Gebieten mit hartem Wasser (ab ca. 14 °dH) ist sie aber sehr sinnvoll – vor allem um teure Geräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Warmwasserbereiter zu schützen.

Wer eine Wasserenthärtungsanlage mit Ionentauscher hat, muss in der Regel alle 2 bis 4 Monate Salz nachfüllen, abhängig vom Wasserverbrauch und dem Härtegrad des Wassers. Namhafte Hersteller bieten dafür bereits Serviceleistungen wie sogenannte Salzabos an.

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