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Eine Hand hält ein Glas mit sauberem Trinkwasser

Sichere Installationen für hygienisch reines Wasser

Trinkwasserinstallationen, Filter und Korrosionsschutz

Österreich ist ein wahres Eldorado, was die Versorgung mit Trinkwasser anbelangt. Damit die gute Qualität des Wassers und der Hausinstallation auch auf Dauer erhalten bleibt, gibt es einige technische Helfer. Tauchen Sie mit uns in die Welt der Wasserfilter und korrosionssicheren Trinkwasserleitungen ein.

Österreichisches Trinkwasser: eines der besten in Europa

Wenn es um die Qualität des Trinkwassers geht, zählt Österreich zu den führenden Ländern Europas. Unser naturbelassenes Leitungswasser stammt fast zur Gänze aus geschützten Quell- und Grundwasservorkommen und kann bedenkenlos getrunken werden. Rund 130 Liter Trinkwasser verbrauchen wir in Österreichs Haushalten täglich pro Kopf. Getrunken wird davon allerdings nur sehr wenig. Aus den Wasserhähnen in Küchen und Bädern fließen ca. 27 %. Mit rund 48% wird der Löwenanteil zum Duschen, Baden, Wäschewaschen, Geschirrspülen und Gartengießen verwendet. Und gut 25 % rauschen die Toilette hinunter.

Die Trinkwasserverordnung gilt auch für Hauswasserinstallationen

Die strengen Grundsätze für die Wasserqualität in Österreich sind in der Trinkwasserverordnung (TWV) festgeschrieben. Sie legt die Anforderungen an die Qualität des Wassers für den menschlichen Gebrauch fest. Aus ihr geht auch klar hervor, dass jede Hauswasserinstallation diesen wichtigen Gesetzen genügen muss. Die primäre Verantwortung liegt beim Betreiber (Eigentümer) und in weiterer Folge auch beim Haustechnikfachbetrieb für die korrekte technische Ausführung.

Mechanische Wasserfilter zum Schutz vor Schmutz aus dem öffentlichen Leitungsnetz

Die geltenden Gesetze und Normen (ÖNORM B 5019) schreiben den Einbau von mechanischen Wasserfiltern direkt hinter dem Wasserzähler verpflichtend vor. Diese Wasserfilter werden auch Schmutz- oder Rückspülfilter genannt. Sie fangen Schmutz, Sand, Rost und andere Partikel ab und schützen die Trinkwasserinstallationen und Geräte im Hauses vor Verunreinigungen aus dem öffentlichen Leitungsnetz.

Da ständig am öffentlichen Leitungssystem gearbeitet wird, gelangen oft Sand und andere Stoffe ins Wassernetz. Zudem lösen Druckschwankungen und Erschütterungen Schmutz- und Rostpartikel, die sich jahrzehntelang im Ortsnetz festgesetzt haben. Sollten diese Partikel in die hausinternen Wasserinstallationen gelangen, könnten sie sich in den Leitungen absetzen, Korrosion fördern oder Armaturen und Geräte beschädigen. Der Wasserfilter schafft hier Abhilfe.

Der mechanische Wasserfilter

  • schützt die Trinkwasserinstallationen vor Verstopfungen und Schäden durch Schmutzpartikel.
  • verlängert die Lebensdauer von teuren Geräten (Waschmaschine, Geschirrspüle, Boiler etc.).
  • verbessert die Wasserqualität, indem er Ablagerungen in den Leitungen verhindert.

Die wichtigsten mechanischen Wasserfilter

  • Mechanischer Wasserfilter mit austauschbarem Filtereinsatz: Dieser mechanische Wasserfilter ist mit einer Kartusche ausgestattet, die in regelmäßigen Abständen gewechselt werden muss. Je nach Wasserqualität und Belastung sollte der Filtereinsatz alle sechs bis zwölf Monate ausgetauscht werden.
  • Mechanischer Wasserfilter mit Rückspülung: Beim Rückspülvorgang wird das gefilterte Wasser für kurze Zeit in entgegengesetzter Richtung durch den Wasserfilter gespült und anschließend in den Abfluss geleitet. Je nach Filtermodell sollte der Rückspülvorgang alle zwei bis drei Monate durchgeführt werden. Es gibt auch Premiummodelle mit automatischer Rückspülfunktion.

Sonderbehandlungen und Spezialfilter

Je nach gewünschter Reinheit des Wassers können auch Spezialfilter zum Einsatz kommen. Die häufigsten Typen haben wir hier überblicksmäßig für Sie zusammengestellt:

Dieses Filtersystem besteht aus mehreren Schichten und dient zur Wasserfilterung bei ungewöhnlich hohen Schmutzfrachten. Grobe Schichten (z.B. Kies, grober Sand) filtern größere Partikel wie Sand und Rost, während feinere Schichten (z.B. Quarzsand, Aktivkohle oder Feinkies) kleinere Verunreinigungen, organische Stoffe und chemische Rückstände entfernen.

Aktivkohlefilter entfernen Verunreinigungen wie Chlor, organische Verbindungen und unangenehme Gerüche oder Geschmäcker aus dem Wasser. Sie eignen sich ideal dazu, chemische Rückstände und Schadstoffe zu reduzieren, können aber keine Mineralien oder gelöste Salze filtern.

Sedimentfilter fangen grobe Partikel wie Sand, Rost oder Schwebstoffe ab, die sich in den Leitungen absetzen können. Sie schützen das Rohrsystem und nachgeschaltete Geräte, verbessern aber nicht die chemische oder biologische Wasserqualität.

Diese Filter nutzen eine semipermeable Membran, um nahezu alle gelösten Stoffe, wie Mineralien, Salze und Schwermetalle, aus dem Wasser zu entfernen. Die Umkehrosmose bietet eine sehr hohe Filtrationseffizienz, benötigt jedoch eine Pumpe und verbraucht mehr Wasser als andere Filtersysteme.

Ionenaustauscher entfernen Kalzium- und Magnesiumionen aus hartem Wasser und ersetzen diese durch Natriumionen. Das schützt Haushaltsgeräte und Leitungen vor Kalkablagerungen und erhöht die Lebensdauer der Trinkwasserinstallationen. Mehr dazu finden Sie im Artikel Wasserentkalkung.

UV-Filter verwenden ultraviolettes Licht, um Bakterien, Viren und Mikroorganismen im Wasser abzutöten. Sie bieten eine zusätzliche Sicherheitsschicht bei mikrobiellen Verunreinigungen, beeinflussen aber nicht die chemische Zusammensetzung des Wassers.

Korrosionssichere Trinkwasserinstallation

Die korrosionssichere Ausführung von Trinkwasserinstallationen ist für deren einwandfreien Betrieb zwingend notwendig. Kommt es in Hausinstallationen nämlich zu Korrosionen, kann das zu einer Überschreitung der Grenzwerte bei Schwermetallen und im Extremfall auch zu Rohrbrüchen führen.

Die Wasserqualität ist ausschlaggebend

Die Zusammensetzung und die Qualität des Trinkwassers haben dabei einen großen Einfluss auf die Langlebigkeit von Rohrleitungen. So fördert beispielsweise ein niedriger pH-Wert oder ein hoher Gehalt an freier Kohlensäure im Wasser den Korrosionsprozess. Auch bei hartem Wasser mit hohen Sulfat-, Chlorid- oder Nitratgehalten kann es zur Korrosion kommen. Eine aktuelle Wasseranalyse ist also das Um und Auf bei der Wahl des richtigen Korrosionsschutzes.

Typische Anzeichen für korrodierte Leitungen

Typische Anzeichen sind braunes oder rostiges Wasser, ein metallischer Geschmack, verringerter Wasserdruck sowie sichtbare Rostflecken an den Rohrleitungen. Diese Symptome deuten darauf hin, dass sich in den Leitungen bereits Korrosion gebildet hat. Auch braune oder grüne Rinnspuren in Sanitärobjekten können auf Korrosion hinweisen. Sollten Sie solche Anzeichen feststellen, lassen Sie Ihre Trinkwasserinstallationen rasch von einem Fachbetrieb überprüfen.

Korrosionsschutz: So lässt sich die Korrosion stoppen bzw. reduzieren

Korrosion lässt sich durch den Einsatz von phosphathaltigen Korrosionsschutz-Dosiermitteln bremsen, die eine Schutzschicht im Inneren der Leitungen bilden (Innenrohrversiegelung). Bereits vorhandene Korrosionsherde können damit unterwandert und somit gestoppt werden. Dabei werden je nach Werkstoff und Wasserqualität verschiedene Mineralstoffkombinationen eingesetzt. In Härtefällen führt aber am Austausch von stark korrodierten Rohren kein Weg vorbei. Darüber hinaus ist es sinnvoll, die Wasserqualität regelmäßig zu analysieren und gegebenenfalls Maßnahmen zur Wasseraufbereitung zu ergreifen (z.B. Installation von pH-Wert-Stabilisatoren oder Enthärtungsanlagen).

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Sie haben Fragen rund um Haustechnik, Bad- und Sanitärinstallationen, Erneuerbare Energie oder die Förderungen dazu? Wir von HSH haben die Antworten und sind ganz in Ihrer Nähe, an 100 Standorten in ganz Österreich. Rufen Sie uns einfach an oder schauen Sie auf unserer Website oder gleich direkt bei uns vorbei. Wir beraten und unterstützen Sie gerne. 

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FAQ: Häufige Fragen rund um Trinkwasserinstallationen

Trinkwasserinstallationen sollten regelmäßig durch einen Fachbetrieb gewartet werden, idealerweise alle ein bis zwei Jahre. Besonders wichtig sind der Zustand der Armaturen, Rohrleitungen und Wasserfilter.

Ein metallischer Wassergeschmack kann durch alte Rohrleitungen (z.B. aus Kupfer oder verzinktem Stahl) entstehen. Lassen Sie Ihre Trinkwasserinstallationen am besten von einem Fachbetrieb überprüfen. Eventuell müssen Leitungen erneuert oder Filter installiert werden. Wir HSH‑Installateure sind gerne für Sie da.

Eingetrübtes Wasser kann durch Lufteinschlüsse oder Ablagerungen in den Leitungen verursacht werden. Wenn das Problem länger anhält, lassen Sie Ihre Installationen am besten von einem Fachbetrieb überprüfen, um eine mögliche Verunreinigung auszuschließen. Wir HSH‑Installateure sind gerne für Sie da.

In Regionen mit hartem Wasser ist es sinnvoll, Entkalkungsanlagen zu installieren. Details dazu lesen Sie auch in unserem Artikel Wasserenthärtung im Einfamilienhaus.

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