Die korrosionssichere Ausführung von Trinkwasserinstallationen ist für deren einwandfreien Betrieb zwingend notwendig. Kommt es in Hausinstallationen nämlich zu Korrosionen, kann das zu einer Überschreitung der Grenzwerte bei Schwermetallen und im Extremfall auch zu Rohrbrüchen führen.
Die Wasserqualität ist ausschlaggebend
Die Zusammensetzung und die Qualität des Trinkwassers haben dabei einen großen Einfluss auf die Langlebigkeit von Rohrleitungen. So fördert beispielsweise ein niedriger pH-Wert oder ein hoher Gehalt an freier Kohlensäure im Wasser den Korrosionsprozess. Auch bei hartem Wasser mit hohen Sulfat-, Chlorid- oder Nitratgehalten kann es zur Korrosion kommen. Eine aktuelle Wasseranalyse ist also das Um und Auf bei der Wahl des richtigen Korrosionsschutzes.
Typische Anzeichen für korrodierte Leitungen
Typische Anzeichen sind braunes oder rostiges Wasser, ein metallischer Geschmack, verringerter Wasserdruck sowie sichtbare Rostflecken an den Rohrleitungen. Diese Symptome deuten darauf hin, dass sich in den Leitungen bereits Korrosion gebildet hat. Auch braune oder grüne Rinnspuren in Sanitärobjekten können auf Korrosion hinweisen. Sollten Sie solche Anzeichen feststellen, lassen Sie Ihre Trinkwasserinstallationen rasch von einem Fachbetrieb überprüfen.
Korrosionsschutz: So lässt sich die Korrosion stoppen bzw. reduzieren
Korrosion lässt sich durch den Einsatz von phosphathaltigen Korrosionsschutz-Dosiermitteln bremsen, die eine Schutzschicht im Inneren der Leitungen bilden (Innenrohrversiegelung). Bereits vorhandene Korrosionsherde können damit unterwandert und somit gestoppt werden. Dabei werden je nach Werkstoff und Wasserqualität verschiedene Mineralstoffkombinationen eingesetzt. In Härtefällen führt aber am Austausch von stark korrodierten Rohren kein Weg vorbei. Darüber hinaus ist es sinnvoll, die Wasserqualität regelmäßig zu analysieren und gegebenenfalls Maßnahmen zur Wasseraufbereitung zu ergreifen (z.B. Installation von pH-Wert-Stabilisatoren oder Enthärtungsanlagen).