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Hygienisch reines Warmwasser fließt aus der Badezimmerarmatur

Frischwassertechnik und Hygienespeicher liefern Warmwasser just in time

Hygienische Warmwasserbereitung im Durchlauferhitzer-Prinzip

Ob unter der Dusche, in der Badewanne oder beim Abwasch in der Küche: Wo der Mensch Warmwasser benötigt, ist Hygiene oberstes Gebot. Die hygienische Warmwasserbereitung mit Frischwassermodulen und Hygienespeichern trägt diesem Anspruch Rechnung. Beide Systeme liefern Warmwasser just in time.

Hygienische Warmwasserbereitung und Trinkwasserqualität

Wussten Sie, dass in Österreichs Haushalten mehr als die Hälfte des Warmwassers für die Körperpflege oder für den direkten Genuss verwendet wird? Hält man sich das vor Augen, wird schnell klar, wie wichtig die Hygiene in diesem Bereich ist.

Damit die gute Qualität des naturbelassenen Wassers, das durch unsere Wassernetze rauscht, auch im Haus erhalten bleibt, muss es in Bewegung bleiben. In bewohnten Ein- oder Zweifamilienhäusern ist das durch den laufenden Wasserverbrauch praktisch immer gewährleistet. Hier besteht kaum die Gefahr, dass sich schädliche Keime zu stark vermehren. Doch Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste.

Ein Ausflug in die Welt der Legionellen

Bei einer längeren Verweildauer des Wassers in Speichern und/oder Leitungen, kann es unter Umständen nämlich doch zu Problemen kommen. Legionellen fühlen sich in stagnierendem Wasser bei Temperaturen zwischen 20 und 45 °C besonders wohl. In diesem Milieu vermehren sie sich am fleißigsten. Unter 20°C hingegen sind sie sehr träge und vermehrungsfaul. Und mehr als 60°C halten sie gar nicht aus und sterben. All diese Eigenschaften machen wir uns zunutze, um dem bakteriologischen Vermehrungstreiben in den hausinternen Trinkwasserinstallationen einen wirkungsvollen technischen Riegel vorzuschieben.

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Hygienisches Warmwasser just in time

Die hygienische Warmwasserbereitung im Durchlauferhitzer-Prinzip verzichtet auf Warmwasservorräte. Das Trinkwasser bleibt so lange wie möglich kalt und wird erst im letztmöglichen Moment vor dem Verbrauch erhitzt. Es wird also just in time bereitgestellt.

Die Wärmeenergie wird dabei in einem Wärmespeicher gesammelt, der zumeist auch die Energie für die Heizung zur Verfügung stellt. Das kalte Trinkwasser, das erwärmt werden soll, fließt durch eine separate Leitung. In dieser wird es mit Hilfe eines leistungsstarken Wärmetauscher auf die gewünschte Temperatur erhitzt – und zwar auf Abruf. So bleibt die Wasserqualität gewahrt und die Vermehrungstendenzen der Bakterien werden im Keim erstickt.

Frischwassermodule und Hygienespeicher funktionieren nach diesem Prinzip. Sie sind die beiden wichtigsten technischen Systeme, die uns hier zur Verfügung stehen. Sehen wir sie uns etwas genauer an:

Frischwassermodul mit Pufferspeicher

Frischwassermodule eignen sich hervorragend zur hygienischen Warmwasserbereitung in Verbindung mit Pufferspeichern. Die Module (auch Frischwasserstationen genannt) werden entweder direkt an den Pufferspeicher oder in dessen Nähe an die Wand montiert.

Wird warmes Trinkwasser benötigt, strömt zunächst kaltes Trinkwasser in das Frischwassermodul. Dort wird es mit Hilfe eines leistungsstarken Wärmetauschers im Durchlauferhitzer-Prinzip erwärmt. Die dafür benötigte Energie bezieht der Wärmetauscher aus dem Pufferspeicher, der mit Heizwasser gefüllt ist. Die beiden Flüssigkeiten (Trinkwasser und Heizungswasser) kommen dabei nie miteinander in Kontakt. Die Erwärmung erfolgt indirekt, schnell und hygienisch. Just in time.

Vorteile des Frischwassermoduls

  • Sofortige Bereitstellung von hygienisch einwandfreiem Warmwasser
  • Effiziente Nutzung der Wärmeenergie aus dem Pufferspeicher
  • Ideal für Haushalte mit wechselndem Warmwasserbedarf
Skizze: hygienische Warmwasserbereitung mit Frischwassermodul und Pufferspeicher
Prinzipskizze zur hygienischen Warmwasserbereitung mit Frischwassermodul

Hygienespeicher bzw. Kombispeicher

Hygienespeicher (auch Kombispeicher) bieten eine weitere Möglichkeit zur hygienischen Warmwasserbereitung. In ihrem Inneren befindet sich ein Wärmetauscher, der in der Regel als spiralförmiges Edelstahlwellrohr ausgeführt ist. Durch dieses separate Rohr fließt das zu erwärmende Trinkwasser und wird auf seinem Weg durch den Speicher auf die gewünschte Temperatur erwärmt. Ein Hygienespeicher hat also typischerweise zwei wasserführende Zonen:

  • Trinkwasserzone: Das Trinkwasser fließt durch den Wärmetauscher aus hochwertigem rostfreiem Edelstahl und wird indirekt erhitzt.
  • Speicherwasserzone: In dieser Zone wird die Wärme gespeichert, die vom Wärmeversorger (z. B. Solaranlage, Wärmepumpe) bereitgestellt wird, und zur Erwärmung des Trinkwassers dient. Das Speicherwasser kann auch für Heizzwecke verwendet werden.

Vorteile des Hygienespeichers

  • Konstante Verfügbarkeit von Warmwasser durch separaten Wärme- und Wasserkreislauf
  • Platzsparend im Vergleich zu zwei separaten Speichern
  • Besonders energieeffizient durch thermische Schichtung
  • Gute Option für Haushalte mit hohem oder kontinuierlichem Warmwasserbedarf
  • Warmwasserentnahme funktioniert hier auch ohne elektrischen Strom
Der Hygiene-Schichtpuffer HSP 500-1500 von Hargassner
Ein Blick ins Innere des Hygiene-Schichtpuffers HSP 500-1500 von Hargassner

FAQ: Häufige Fragen rund um die hygienische Warmwasserbereitung

Im Idealfall lassen Sie Ihr Frischwassermodul einmal im Jahr von einem Fachbetrieb überprüfen.

Das ist prinzipiell möglich, aber äußerst unwahrscheinlich. In bewohnten Einfamilienhäusern wird laufend Wasser verbraucht – von der Entnahme am Wasserhahn bis zur Dusche oder WC-Spülung. Das hindert Legionellen grundsätzlich an der Vermehrung. Anders sieht es aus, wenn das Haus für längere Zeit nicht bewohnt wurde – in einem Einpersonenhaushalt genügt dafür bereits ein Urlaub oder ein längerer Krankenhausaufenthalt. Wenn das Wasser also längere Zeit in den Leitungen gestanden ist, sollten Sie das Leitungssystem gut mit heißem Wasser (über 60°C) durchspülen und die Perlatoren und Brauseköpfe reinigen.

Je nach Qualität und Ausführung der Systeme bekommt man Frischwassermodule für einen Vier-Personen-Haushalt mit etwa 20-30 Litern Durchflussleistung um ca. 2.500 bis 3.500 Euro (ohne Installationsmaterial und ohne Dienstleistung). Die Skala ist nach oben hin offen.

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