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Ein Wohnhaus mit innovativer Wärmepumpentechnologie und Solarenergie

HSH-Best-Practice • Max Mayr Installationen

Wohnhaus Familie Hölzl

Patentiert und ausgezeichnet: Das innovative Heiz- und Kühlsystem im Hause Hölzl arbeitet mit drei Wärmequellen. Kernstück ist eine Hybridwärmepumpe mit Wasserzisterne (Wasser/Eisspeicher) und Air Unit in Kombination mit einer thermischen Solaranlage. Die Photovoltaikanlage gibt’s als erneuerbare Stromquelle obendrauf.

Im oberösterreichischen Mühlviertel, eine Viertelstunde Autofahrt von Linz entfernt, liegt das frisch sanierte Zuhause der Familie Hölzl. Zuvor hatten Pamela und Johannes Hölzl ihr Wohnhaus mit Gas (Jahresverbrauch 15.000 kWh) und Holz (Jahresbrennstoffbedarf 2 m³) geheizt. Im Zuge der Heizungssanierung sattelten sie auf innovative Wärmepumpentechnologie in Verbindung mit Solarthermie um. Dieses patentierte Gesamtsystem wurde von Rudolf Weimann entwickelt und 2022 mit dem Energy Globe Oberösterreich ausgezeichnet. Es versorgt das ganze Haus mit Wärme und Warmwasser.

Höchste Effizienz mit Wasserzisterne, Air Unit und Solaranlage

Im Zuhause der Familie Hölzl kommt ein spezielles Wärmepumpen-Hybridmodell zum Einsatz, das vollautomatisch auf drei Wärmequellen zugreifen kann. 

  1. Eine im Garten vergrabene Zisterne, die mit Regenwasser gefüllt ist (Wasser/Eisspeicher): Die hier gewonnene Wärme fließt zunächst in den Solespeicher, der wiederum die Wärmepumpe versorgt.
  2. Eine Air Unit: Das Außengerät für die Wärmegewinnung aus der Luft versorgt die Wärmepumpe direkt.
  3. Eine Solaranlage: Die Solaranlage speist die Wärmepumpe direkt oder über den Solespeicher.

Die Wärmepumpe wählt dabei automatisch die aktuell effizienteste Quelle. Das wird erst durch die ausgeklügelte Steuerungstechnik möglich, die vom HSH-Installateur Max Mayr Installationen aus dem Mühlviertel eigens dafür entwickelt wurde.

Die Solaranlage als Schlüsselkomponente

Eine essenziell wichtige Komponente des Konzepts ist die thermische Solaranlage mit leistungsstarken Vakuum-Flächenkollektoren. Sie dient drei Hauptzwecken:

  1. Bei hoher Sonneneinstrahlung fließt die Solarwärme direkt in den Pufferspeicher.
  2. Bei geringerer Sonneneinstrahlung bzw. bedarfsgesteuert fließt die Solarwärme in den Solespeicher und wärmt die Sole für die Wärmepumpe vor.
  3. Überschüsse werden zur Regeneration der Zisterne verwendet.

So wird jedes noch so kleine Quäntchen Sonnenenergie genutzt. Selbst die Umgebungstemperatur des Kollektors kann noch als Wärmequelle dienen. Das können andere Anlagen nicht.

Im Sommer wird zudem das Zisternenwasser direkt zur Gebäudekühlung verwendet. Die Wärmepumpe kann dabei ausgeschaltet bleiben. Ein großer Teil des für den Betrieb benötigten elektrischen Stroms stammt von der hauseigenen Photovoltaikanlage (17,6 kWp).

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Ein genauerer Blick in den Eisspeicher

Die Wasserzisterne (Eisspeicher) hat ein Fassungsvermögen von 20.000 Litern. Sie wird im Garten vergraben und benötigt mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 Metern relativ wenig Platz. Zudem kann sie genehmigungsfrei errichtet werden. Gefüllt wird sie mit Regenwasser. In der Zisterne befindet sich ein Wärmetauscher aus Edelstahlwellrohren, durch den Sole fließt – diese nimmt die Wärme aus dem Wasser auf und liefert sie zur Weiterverarbeitung über den Solespeicher an die Wärmepumpe.

Energie, die aus dem Eis kommt

Die Wassertemperatur in der Zisterne wird durch den Eintrag von Regenwasser und durch die Temperatur des umgebenden Erdreichs bestimmt. Um den Wasserspeicher weiter aufzuwärmen, wird ihm auch überschüssige Energie aus der Solaranlage zugeführt (siehe oben). Besonders interessant wird es im Winter, wenn auch die Energie des Phasenwechsels genutzt wird. Dann wird dem Wasser im Eisspeicher so viel Wärme entzogen, dass es friert. Bei diesem Wechsel des Aggregatzustandes von flüssig auf fest wird latente Wärme freigesetzt. Genau diese Kristallisationswärme macht sich die Wärmepumpe zunutze. Gegen Ende der Heizperiode ist der Eisspeicher vollständig mit Eis gefüllt – und nimmt die gespeicherte Kälte mit in die warme Jahreszeit, in der sie für die Gebäudekühlung genutzt wird.

Ein Blick in die Wasserzisterne (Eisspeicher) mit Wärmetauscher aus Edelstahlwellrohren
Ein Blick ins Innere der Wasserzisterne (Eisspeicher) mit dem Wärmetauscher aus Edelstahlwellrohren.
Die vergrabene Wasserzisterne mit Leitungen
Mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 Metern benötigt die Wasserzisterne relativ wenig Platz im Garten.

Technikdetail: leistungsstarke Vakuum-Flachkollektoren

Vakuum-Flachkollektoren sind besonders leistungsstark und können auch diffuses Licht noch bis zu 47 Prozent in Energie umsetzen. Das bedeutet, dass auch an bewölkten Tagen noch reichlich Wärmeenergie fließt. Zudem verhindert die Vakuum-Isolationstechnik (auch bei sehr niedrigen Umgebungstemperaturen) die Bildung von Kondensat. Die Kollektoren arbeiten also zu 100 Prozent kondensatfrei und eignen sich sehr gut für die Regeneration der Wärmequelle bei Solewärmepumpen.

Die Haustechnikanlage der Familie Hölzl im Überblick

  • Hybridwärmepumpe Sole und Luft mit einer modulierenden Leistung von 2,1 bis 16 kW
  • Vakuum-Solarthermiekollektoren 20,3 m² in West- und Ostaufstellung von THERMOSOLAR
  • Schichtpufferspeicher 1.000 Liter
  • Solespeicher 490 Liter
  • Eis- bzw. Wasserspeicher 20 m³ mit Edelstahlwärmetauscher
  • PV-Anlage 17,6 kWp

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