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Familie Feichtinger-Sacherer versorgt Haus und Biohof mit Erneuerbarer Energie

HSH-Best-Practice · HSH-Nahwärme & Photovoltaik GmbH

Biohof Feichtinger-Sacherer

Dieser Biohof steckt voll Erneuerbarer Energie: Der Strom stammt von der Photovoltaikanlage mit Stromspeicher und Notstromfunktion. Wohlige Wärme liefert die Hackschnitzelheizung. Beides wird unter anderem zur Trocknung der Biokräuter verwendet. Ein wunderbar nach Minze duftendes Best-Practice-Beispiel.

Heute besuchen wir den Biohof der Familie Feichtinger-Sacherer in Kappel am Krappfeld, mittendrin im schönen Kärntnerland. Schon von weitem leuchtet uns das Sonnengelb des Hauses entgegen. Auf dem Dach des landwirtschaftlichen Nutzgebäudes liegen PV-Paneele. Die Luft duftet wunderbar nach frischer Minze. Und das kommt nicht von ungefähr.

Klaus Sacherer ist leidenschaftlicher Biobauer und baut hier, auf dem Heimathof seiner Mutter, den er vor Jahren übernommen hat, wertvolle Biokräuter an. Auch seine Frau Andrea Feichtinger-Sacherer, die nicht nur Bürgermeisterin des Ortes ist, sondern auch Apothekerin, hat ein Faible für Nachhaltigkeit und Biokräuter. Deshalb steckt der Biohof der beiden voll Erneuerbarer Energie. Und das freut auch Söhnchen Ferdinand, den Sonnenschein der Familie.

Frisch geerntete Biominze von den Feldern in Kappel am Krappfeld
Auf den Feldern des Biohofs wächst wunderbar aromatische Minze in Bioqualität.

Photovoltaikanlage und Hackschnitzelheizung gehen Hand in Hand

Einen großen Teil des Stroms für Biohof, Wohnhaus und Elektroauto produziert die Familie mit der hauseigenen Photovoltaikanlage, die unlängst um einen Stromspeicher mit Notstromfunktion erweitert wurde. Die benötigte Wärme liefert eine 50 kW starke Hackschnitzelheizung. Beide sind im landwirtschaftlichen Nutzgebäude untergebracht, in dem sich auch die Kräutertrocknungsanlage befindet. Bevor wir uns den Trocknungsvorgang aber im Detail ansehen, werfen wir einen etwas genaueren Blick auf PV- und Hackschnitzelanlage.

Rund 100.000 kWh Sonnenstrom pro Jahr

Die Photovoltaikanlage ist 99kWp stark und produziert bereits seit einigen Jahren umweltfreundlichen Sonnenstrom. Ganze vier Wechselrichter (3 x FRONIUS, 1 x SONNENKRAFT) wandeln den von den SONNENKRAFT-Modulen erzeugten Gleichstrom in sofort nutzbaren Wechselstrom um. Und dieser wird für Haus, Hof, Kräutertrocknung und E-Mobilität verwendet. Der Jahresertrag beläuft sich auf ungefähr 100.000kWh.

Eigenverbrauch optimieren mit dem neuen Stromspeicher

Insgesamt konnte die Familie bisher schon fast 50 % des Jahresstromverbrauchs mit PV-Strom decken (ca. 45.000kWh). Um noch unabhängiger zu werden und den Eigenverbrauch zu optimieren, ließen die Feichtinger-Sacherers nun einen Stromspeicher mit Notstromfunktion nachrüsten: eine modular aufgebaute SONNENKRAFT Batterie mit 29kWh.

Das landwirtschaftliche Nutzgebäude mit PV-, Hackgut- und Trocknungsanlage
Im landwirtschaftlichen Nutzgebäude sind PV-Anlage, Hackgutheizung, Hackschnitzellager und Trocknungsanlage untergebracht.
Familie Feichtinger-Sacherer im Technikraum
Mit dem neuen Stromspeicher erhöht die Familie Feichtinger-Sacherer den Eigenverbrauchsanteil der PV-Anlage.
Die SONNENKRAFT Batterie ist ein Stromspeicher mit 29 kWh
Die SONNENKRAFT Batterie mit 29 kWh ist modular aufgebaut und verfügt über eine Notstromfunktion.
Der Wattpilot von FRONIUS dient als E-Ladestation für das Elektroauto
Der Wattpilot von FRONIUS dient als E-Tankstelle für das Elektroauto.

Umweltfreundliche Wärme von der Hackschnitzelheizung

Im Technikraum befinden sich sowohl PV-Technik mit Wechselrichtern und Stromspeicher als auch die Hackgutheizung Eco-HK 50 von HARGASSNER. Im Raum nebenan türmen sich die Hackschnitzel, die über ein Schneckenaustragungssystem zum Kessel transportiert werden. Ein Pufferspeicher optimiert das Heizsystem und sorgt für höchste Effizienz.

Der Technikraum mit PV-Technik und der Hackgutheizung Eco-HK 50 von HARGASSNER
Im Technikraum befindet sich neben der PV-Technik auch die Hackgutheizung Eco-HK 50 von HARGASSNER.
Das Hackschnitzellager befindet sich gleich im Raum nebenan
Die Hackschnitzel lagern gleich im Raum nebenan.
Familie Feichtinger-Sacherer mit ihrer Hackgutheizung
Eine Heizung für Generationen :-) Die Hackschnitzel werden mittels Schnecke (im Bild links unten) zum Kessel befördert.

Ein HSH-Installateur ist auch in Ihrer Nähe

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Seitenblick: die Trocknungsanlage für Minze, Melisse und Co

Die Biokräuter – in erster Linie Minze und Melisse – werden in einer eigenen Kräutertrocknungsanlage schonend getrocknet und für die Weiterverarbeitung zu hochwertigen Biotees vorbereitet. Ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens wird auch hier Erneuerbare Energie verwendet. Die PV-Anlage liefert Strom für Förderbänder, Lüfter und Co, während die Hackschnitzelheizung die Luft für den Trocknungsvorgang auf 35 bis 40°C vorwärmt.

Diese vorgewärmte Luft wird im Kreis bewegt und immer wieder entfeuchtet. Ein Trocknungsdurchlauf dauert dabei ca. 24 Stunden. In dieser Zeit läuft die Anlage nonstop. Die fertig getrockneten Biokräuter liefern die Feichtinger-Sacherers dann in Säcken an die Firma Bergkräuter zur Weiterverarbeitung.

: Ein Traktor bei der Ernte der Biokräuter auf dem Feld der Familie Feichtinger-Sacherer
Die Biokräuter werden schnellstmöglich vom Feld zur Trocknungsanlage gebracht.
Biobauer Klaus Sacherer mit einem Strauß Minze
Biobauer Klaus Sacherer trocknet die Biokräuter mit Erneuerbarer Energie.

So funktioniert die Biokräutertrocknung

  1. Die Kräuter werden mit einem speziellen Ladewagen (mit Doppelmesser) geerntet.
  2. Mit dem Ladewagen werden die Kräuter zur Trocknungsanlage gefahren, auf einen Dosierer gekippt wo ein Schneidwerk alles zerkleinert und anschließend ein Windsichter die Blätter und die Stängel trennt.
  3. Über ein weiteres Förderband gelangt die duftende Fracht in die Trockenkammer, einen hohen Raum, der sich über zwei Stockwerke erstreckt.
  4. In der Trockenkammer werden die Kräuter auf vier Gitterebenen platziert, wo sie mehrere Stunden lang von warmer Luft durchströmt und dadurch getrocknet werden.
  5. Dabei bläst ein Lüfter die vorgewärmte Luft (35 bis 40°C) in den unteren Bereich der Trockenkammer, von wo aus sie nach oben steigt. Auf ihrem Weg durch die Gitterebenen nimmt die Luft die Feuchtigkeit aus den Kräutern auf.
  6. Im oberen Bereich der Trockenkammer gelangt die feuchte Luft zu einem Luftentfeuchter, wo ihr Feuchtigkeit entzogen wird (Kondensat fließt ab). Anschließend wird die getrocknete Luft über den Luftkanal wieder in den unteren Bereich der Trockenkammer geführt. So entsteht ein Kreislauf, bei dem nur sehr wenig Wärme zugeführt werden muss.
  7. Sind die Kräuter fertig getrocknet, werden die Gitter aufgekippt. Die Kräuter fallen auf ein Fließband, werden mittels Förderschnecke weitertransportiert, in Säcke gefüllt und verpackt.

Herstellerinfo: Die SONNENKRAFT Batterie

Die Haustechnikanlage der Familie Feichtinger-Sacherer im Überblick

  • SONNENKRAFT PV-Module Aufdach 99 kWp
  • 3 x FRONIUS ECO Wechselrichter
  • 1 x SONNENKRAFT Wechselrichter
  • SONNENKRAFT Batterie: Stromspeicher 29 kWh
  • FRONIUS Wattpilot E-Ladestation
  • Photovoltaik-Jahresertrag ca. 100.000 kWh
  • HARGASSNER Hackgutheizung Eco-HK 50 kW
  • Schneckenaustragung
  • Hackgutlager im Nebengebäude
  • Pufferspeicher 2.500 Liter

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