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Zwei Wohnhäuser in Kronsegg werden mit Luftwärme und Pellets beheizt

HSH-Best-Practice • Denk GmbH

Wohnhäuser Familen Redl & Seitz

Zwei Häuser, eine gemeinsame Energieversorgung: Bei der Heizungssanierung wurde die Ölheizung durch zwei Monoblock-Luftwärmepumpen und eine Pelletheizung ersetzt. Außerdem mit im Komplettpaket: Solarwärme und Sonnenstrom.

Heute besuchen wir Andreas Redl, seine Frau Bettina und deren Eltern Astrid und Johann Seitz im idyllischen Kronsegg in Niederösterreich. Die beiden Familien legen großen Wert auf Energieautarkie und wohnen in zwei Häusern, die über eine gemeinsame Energieversorgung verbunden sind. Bis vor Kurzem heizten sie die insgesamt ca. 240 m² Wohnfläche noch mit Öl: Heiße 6.000 Liter wurden pro Jahr verbrannt. Doch das ist nun Vergangenheit.

Heizungssanierung mit Luftwärme und Pellets

Als der alte Ölkessel aus dem Jahr 1994 nach 28 Betriebsjahren undicht wurde, entschieden die Familien sich für einen Heizungstausch. Sie sattelten auf Erneuerbare Energie um und entschieden sich für eine Kombination aus Luftwärme und Pellets. Das Herzstück der neuen Heiz- und Kühllösung sind nun zwei Monoblock-Luftwärmepumpen, die hintereinandergeschaltet sind (siehe Technikdetail weiter unten). Die Geräte wurden an der Außenwand des Carports montiert, von hier führen die Leitungen in die Häuser.

Ergänzt wird das Heizsystem durch einen Pelletkessel zur Spitzenabdeckung an kalten Tagen, der bei Außentemperaturen unter –5 ° C automatisch zugeschaltet wird. Ein eigener Lagerraum für die Pellets ist nicht nötig; ein händisch mit Sackware befüllter Wochenbehälter reicht völlig aus. Noch mehr Wärme liefert die thermische Solaranlage (14 m²). Eine PV-Anlage mit Stromspeicher (30 kW) und Notstromfunktion, sowie eine E-Ladestation für die Elektrofahrzeuge komplettieren die Gesamtanlage.
 

Andreas Redl und HSH-Installatör Reinhard Kittenberger
Hausherr Andreas Redl mit HSH-Installatör Reinhard Kittenberger

Wärmeverteilung und „nette“ Kühlfunktion

Die Wärmeverteilung ist in beiden Häusern sehr unterschiedlich. Im rückwärtigen Haus aus den 70er-Jahren sind Heizkörper im Einsatz. Im vorderen Gebäude (Baujahr 1967), das im Jahr 2001 komplett umgebaut und aufgestockt wurde, wird über Fußboden- und Wandheizungen geheizt und gekühlt. Apropos Kühlung: Andreas Redl findet die Kühlfunktion der Wärmepumpe zwar toll, ausschlaggebend für die Systemwahl war sie aber nicht. Die Redls sehen sie eher als „nettes Feature“.

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Passt perfekt dazu: die PV-Anlage mit Stromspeicher

Auf den Dächern ließen die beiden Familien eine neue Photovoltaikanlage (27 kWp) mit Überschusseinspeisung montieren, die ein großes Stück Unabhängigkeit schafft und zur nachhaltigen Energieversorgung beiträgt. Ein Stromspeicher (30 kW) optimiert den Eigenverbrauch. Die Notstromfunktion sorgt dafür, dass auch bei Netzstromausfall die wichtigsten Geräte gebrauchsfähig bleiben. Außerdem wird der Sonnenstrom zum Aufladen der Elektrofahrzeuge verwendet. Die Kombination von Wärmepumpe, Photovoltaik, Speicher und Lademöglichkeit für E-Mobilität hat sich in der Praxis bestens bewährt.

Technikdetail: eine Kaskadenlösung mit vielen Vorteilen

Das Hintereinanderschalten der beiden Luftwärmepumpen führt zu mehr Ausfallssicherheit, Effizienz, und Flexibilität. Dabei übernimmt die primäre Wärmepumpe den Basisbetrieb. Übersteigt der Wärme- oder Kältebedarf ihre Kapazitätsgrenze, wird die sekundäre Wärmepumpe zugeschaltet. Die Leistungsbereiche in unserem Beispiel sind dabei ansprechend groß: beim Heizen sind zwischen 3 und 20 kW, beim Kühlen zwischen 4,3 und 20 kW möglich. Dabei wird die Leistung stufenlos angepasst. Die Steuerung gewährleistet zudem, dass beide Wärmepumpen in ihrem effizientesten Arbeitsbereich laufen, was auch die Lebensdauer der Geräte erhöht.

Aus der Vogelperspektive

Die neue Haustechnikanlage der Familien Redl & Seitz im Überblick

  • 2 x Luftwärmepumpe Monoblock in Kaskade – Modell CHA10/400V von WOLF
  • 1 x Pelletkessel ECOtop light 20 kW von SOLARFOCUS
  • 1 x Pelletsbox 400 l zur händischen Befüllung
  • Photovoltaikanlage mit Überschusseinspeisung
  • Solarsystem Aufdach 27 kWp
  • Wechselrichter
  • Stromspeicher 30 kW
  • Thermische Solaranlage mit 14 m²
  • Pufferspeicher 1.000 Liter
  • Frischwassermodul am Pufferspeicher
  • Wärmeverteilung über Heizkörper, Fußbodenheizung und Wandheizung
     

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