Suchen HSH-Installateur Menü anzeigen

Heizen mit Solarthermie an der Fassade

Solarthermie-Fassadenkollektoren für gute Erträge im Winter und Sommer

Solarthermie-Fassadenkollektoren glänzen vertikal an der Fassade und sind das ästhetische Highlight der Sonnenenergienutzung. Sie erzielen auch in den Wintermonaten gute Solarerträge und eignen sich daher besonders gut zum Heizen. Die wichtigsten Facts und inspirierende Fotos von unseren Best-Practice-Beispielen aus ganz Österreich.

Warum eignen sich Fassadenkollektoren so gut zum Heizen?

Thermische Solaranlagen mit senkrecht montierten Fassadenkollektoren erfreuen sich in Österreich wachsender Beliebtheit. Das liegt nicht nur daran, dass viele Dächer für klassische Dachkollektoren ungeeignet sind. Vielmehr erzielen Fassadenkollektoren vor allem im Winterhalbjahr – bei niedrigem Sonnenstand und flachem Einstrahlungswinkel – deutlich bessere Erträge als Dachkollektoren. Damit werden sie besonders interessant für die solare Raumheizung. Ein weiterer Vorteil: Senkrecht montierte Kollektoren bleiben im Winter schneefrei, was ihren Wirkungsgrad zusätzlich erhöht.

Holzhaus mit Solarthermie an der Fassade
Solarthermie-Fassadenkollektoren sind besonders wertvoll für die solare Heizung.

Fassadenkollektoren verleihen dem Gebäude einen individuellen und modernen Touch, wie Sie an den Praxisfotos in diesem Artikel sehen können. Die Bilder stammen allesamt von Projekten, die wir HSH-Installateure für unsere Kundinnen und Kunden umgesetzt haben.

Ein HSH-Installateur ist auch in Ihrer Nähe

Sie haben Fragen rund um Haustechnik, Bad- und Sanitärinstallationen, Erneuerbare Energie oder die Förderungen dazu? Wir von HSH haben die Antworten und sind ganz in Ihrer Nähe, an 100 Standorten in ganz Österreich. Rufen Sie uns einfach an oder schauen Sie auf unserer Website oder gleich direkt bei uns vorbei. Wir beraten und unterstützen Sie gerne. 

Zum HSH-Installateur

Sieben gute Gründe für Solarkollektoren in der Fassade

Zumeist ist die Installation von Solarthermie-Dachkollektoren die erste Wahl. Es gibt aber viele gute Gründe, die für Fassadenkollektoren sprechen. Hier sind die wichtigsten:

Fassadenkollektoren erzielen die besten Erträge, wenn sie nach Südosten oder Südwesten ausgerichtet sind. Freie Fassadenflächen am Wohnhaus (aber auch Terrassenabtrennungen, Balkonbrüstungen oder Carportwände) eignen sich oft sehr gut für Fassadenkollektoren. Voraussetzung ist natürlich, dass die Wände tragfähig sind.

Wenn die Sonne im Winter tief steht, sind die Erträge von Dachkollektoren niedriger als jene von senkrecht angebrachten Fassadenkollektoren. Soll die Solaranlage also vorrangig zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung im Winter verwendet werden, bietet sich die Installation von vertikal montierten Fassadenkollektoren an.

Damit Dachkollektoren gute Solarerträge generieren können, sollten die Dachflächen nach Südosten oder Südwesten ausgerichtet sein und gut von der Sonne beschienen werden. Ist das nicht der Fall, können Fassadenkollektoren eine gute Alternative sein.

Oft limitieren Dachfenster, Schornsteine, Krümmungen und Wölbungen die zur Verfügung stehende Fläche auf dem Dach. Außerdem müssen die Dachflächen für die Montage eben und tragfähig sein.

Dachkollektoren mitsamt Unterbau wiegen pro Quadratmeter ca. 30 kg. Das muss ein Dach erst einmal aushalten.

Wird das Dach bereits anderweitig genutzt (Photovoltaik, Dachterrassen oder Dachgärten), wird der Platz für Solarthermie knapp. Dann bietet es sich an, mit den Kollektoren auf die Fassade auszuweichen.

Wenn schon vorhersehbar ist, dass Schnee häufig die Kollektoren verdecken wird und heftige Windböen an den Aufbauten zerren werden, ist oft der Fassadenkollektor die bessere Wahl. Eine hohe Schneelast auf Dachkollektoren kann mitunter auch zum statischen Problem werden.

Moderne Architektur mit Holz, Glas und Fassadenkollektoren
Moderne Ästhetik mit klaren Linien, Holz, Glas und Solarthermie-Fassadenkollektoren.
Ein Wohnhaus mit Solarthermie-Fassadenkollektoren
An diesem Wohnhaus erkennt man die Fassadenkollektoren erst auf den zweiten Blick.
Ein Wohnhaus mit Fassadenkollektoren direkt unter dem Dach
Die Fassadenkollektoren bilden den krönenden Abschluss des Gebäudes zum Dach hin.
Ein modernes Holzhaus mit Solarthermie-Fassadenkollektoren als Gestaltungselement
Solarthermie-Fassadenkollektoren sehen auch als Brüstung oder Balkongeländer schick aus.
Ein Gebäude mit Solarfassade
Hier wird die dunkle Solarfassade von rot gerahmten Fenstern durchbrochen. Ein echter Hingucker!

Ideale Flächen für die Installation von Fassadenkollektoren

Sehen wir uns nun kurz an, welche Eigenschaften die Fassade haben sollte, damit sie sich auch gut für die solare Nutzung eignet. Dabei spielen Ausrichtung, Sonneneinstrahlung und ausreichende Fläche eine entscheidende Rolle.

  • Ausrichtung nach Südosten oder Südwesten: Große Wände, Balkon- oder Terrassenbrüstungen, die nach Südosten oder Südwesten ausgerichtet sind, eignen sich am besten für vertikal montierte Fassadenkollektoren.
     
  • Viel Sonneneinstrahlung ohne Verschattung: Der Standort sollte sehr sonnig und über das Jahr gesehen möglichst verschattungsfrei sein. Zu berücksichtigen sind hier neben Nachbarhäusern, Bäumen etc. insbesondere Vordächer, Dachvorsprünge, Balkone und andere Anbauten in der Vertikalen.
     
  • 30 % mehr Platz für Kollektorflächen nötig: Damit Fassadenkollektoren auch im Sommer dieselben Erträge wie ideal platzierte Dachkollektoren erbringen können, muss ihre Kollektorfläche ca. 30 % größer sein. Man braucht also deutlich mehr Platz, der aber in der Senkrechten zumeist vorhanden ist.

Die wichtigsten Vorteile von Fassadenkollektoren

Solarthermie-Fassadenkollektoren bieten im Vergleich zu herkömmlichen Dachkollektoren einige Vorteile – vom besseren Wirkungsgrad bei niedrigem Sonnenstand im Winter bis hin zum Gebäudeschutz. 

Wir haben es schon erwähnt: Durch die vertikale oder fast senkrechte Montage der Fassadenkollektoren, treffen auch bei niedrigem Sonnenstand im Winter noch reichlich Sonnenstrahlen auf die Kollektorfläche. Der Fassadenkollektor kann also in den Übergangszeiten und im Winter mehr Solarerträge generieren als zum Beispiel ein Dachkollektor. Die gewonnene Wärme wird dann zum Heizen genutzt.

Durch die Verwendung von Solarthermie-Fassadenkollektoren kann wertvoller Platz im Garten oder auf dem Dach gespart werden. Grund und Boden bleiben frei für andere Zwecke. Auch in Städten oder auf kleinen Grundstücken wird so die Nutzung von Solarenergie möglich.

Solarthermie-Fassadenkollektoren werden zumeist auf Bestellung produziert und können in die Gebäudehülle integriert oder der Fassade vorgesetzt werden (siehe unten). Dabei ist fast jedes Maß machbar. Das gibt der ästhetischen Fassaden- und Gebäudegestaltung viel Spielraum, den kreative Architekten durchaus zu nutzen wissen.

Durch die vertikale Montage der Fassadenkollektoren sind die Solarerträge über das Jahr gesehen relativ konstant. Im Vergleich mit Dachkollektoren sind sie im Winter höher und im Hochsommer niedriger. Insgesamt werden die Spitzen geglättet und das Gesamtsystem wird gleichmäßiger beansprucht bzw. genutzt. 

In besonders heißen Sommern besteht bei Dachkollektoren die Gefahr der Überhitzung, da sie bei hohem Sonnenstand nahezu senkrecht von der Sonne bestrahlt werden. Fassadenkollektoren sind hiervon deutlich weniger betroffen: Der Sonnenstand im Sommer führt zu einem steilen Einfallswinkel auf die senkrecht montierten Kollektorflächen, wodurch die solare Einstrahlung geringer ausfällt. Zwar sinkt dadurch auch die Energieausbeute, dieser Nachteil lässt sich jedoch durch eine entsprechend größere Kollektorfläche (etwa 30 % mehr) ausgleichen.

Solarthermie-Fassadenkollektoren sind wie ein Schutzschild für die Fassade. Durch ihre robuste Oberfläche halten Sie Wind, Wetter und Verschmutzungen von der Fassade fern. Schnee, Regen, oder Hagel machen ihnen auch weitaus weniger aus als Dachkollektoren.

Montagearten und inspirierende Best-Practice-Beispiele

Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Hauptmontagearten: vorgesetzte Fassadenkollektoren und integrierte Fassadenkollektoren.

  • Vorgesetzte Fassadenkollektoren sind die günstigere Variante und können bei Bestandsgebäuden relativ einfach nachträglich installiert werden. Die Kollektoren werden auf die Fassade montiert, wobei zwischen dem Untergrund und dem Kollektor ein Abstand von eingen Zentimetern eingehalten wird.
     
  •  Integrierte Fassadenkollektoren kosten etwas mehr und werden direkt in die Gebäudehülle eingebaut. Sie werden sozusagen zum Teil der Fassade und vor allem bei Neubauten von Anfang an eingeplant. Das spart einerseits Materialkosten und bietet andererseits auch die Möglichkeit einer besonderen, individuellen und ästhetischen Farb- und Formgebung.

Extra: Solarthermie-Fassadenkollektoren in den Sonnenhäusern am Längsee

Auch in den Sonnenhäusern in Drasendorf am Längsee wird die Wärmeenergie der Sonne mithilfe von Fassadenkollektoren eingefangen. Über 90 % der Energie für Heizung und Warmwasserbereitung stammen von der Sonne. Die Solarkollektoren (insgesamt 37,5 m²) wurden südlich ausgerichtet und ohne Verschattung senkrecht montiert. Sie liefern im Winter hohe Erträge, während sie im Sommer nicht überhitzen können. Der Jahresertrag liegt bei ca. 8.600 kWh.

Der Carport eines Sonnenhauses mit Fassadenkollektoren
An der Südseite des Carports wird Sonnenenergie mithilfe von Fassadenkollektoren eingefangen.
Eines der Sonnenhäuser in Drasendorf am Längsee mit Solarkollektoren und Garten
Auch am Hauptgebäude wurden vertikale Fassadenkollektoren angebracht. Der gesamte Jahresertrag liegt bei ca. 8.600 kWh.

Rudolf Rattenberger über die Sonnenhäuser am Längsee

Häufige Fragen rund um Solarthermie-Fassadenkollektoren

Das sind Sonnenkollektoren, die vertikal an (oder in) die Fassade eines Gebäudes montiert werden, um Solarwärme zu gewinnen. Sie liefern im Winter bessere Erträge als Dachkollektoren und dienen daher meist zur Unterstützung der Heizung, aber natürlich auch zur Warmwasserbereitung.

Ja, besonders gut sogar! Da die Sonne im Winter flacher steht, trifft die Sonnenstrahlen eher senkrecht auf die Fassade. Außerdem bleibt bei Schnee oft nur die Fassade schneefrei – das verbessert die Leistung im Vergleich zum Dach.

Im Gegenteil: Fassaden mit vorgesetzten oder integrierten Kollektoren lassen sich sehr ansprechend gestalten. Kreative Architektinnen und Architekten greifen dabei auf eine breite Auswahl an Kollektormodellen zurück – in verschiedenen Farben, als Glaselemente oder sogar als gezielte Designelemente. Meist maßgefertigt, können diese Kollektoren einer Fassade eine einzigartige und moderne Ausstrahlung verleihen.

Das hängt vom Standort und der Nutzung ab. Oft lohnen sich Fassadenkollektoren besonders bei wenig geeigneten Dächern oder bei großen senkrechten Flächen. Zudem können sie helfen, Energieautarkie und Klimaschutzziele zu unterstützen.

Ja, es gibt sowohl bundesweite als auch regionale Förderungen für den Einbau von Solaranlagen mit Fassadenkollektoren. Die exakten Beträge variieren aber je nach Bundesland und Art der Nutzung. Eine gute Übersicht dazu finden Sie auf unserer Übersichtsseite Solarthermie-Förderungen in Österreich

Förderkompass: Hier finden Sie alle Förderungen für Ihr Bundesland

Holen Sie sich hier den kompletten Überblick über die aktuellen Bundes- und Landesförderungen für den Neubau und die Sanierung umweltfreundlicher Heiz- und Energiesysteme in Ihrem Bundesland. Einfach Postleitzahl und E-Mail-Adresse eingeben – und schon können Sie den HSH-Förderkompass für Ihr Bundesland downloaden.

HSH-FÖRDERKOMPASS HERUNTERLADEN

Das könnte Sie auch interessieren

Heizung online planen

HSH-Installateure –
100x in Österreich

Jetzt unter hundert regionalen Spezialisten für umweltfreundliche Heizungen, sparsame Energietechnik und stilvolle Bäder wählen.

Zur Suche