Kostenlose Sonnenenergie
Unermüdlich schickt die Sonne ihre Strahlen auf die Erde und liefert uns kostenlose Energie für Warmwasser, Heizung und zur Stromerzeugung. Gerade heute, wo die Öl- und Gaspreise ständig steigen und täglichen Schwankungen unterliegen, ist die Sonne unsere zuverlässigste Energielieferantin.
Best Practice: Innovation trifft auf moderne Architektur
Komponenten
Energiezaun und Energiefassade
Circa 20 % der Wärmeversorgung gewinnt man aus dem 15 m langen Betonzaun, der den Garten einfasst. Die Betonelemente des Betonzaunes sind zwei Meter hoch, wovon ein Meter ins Erdreich versetzt ist und ein Meter freistehend als Zaun dient. Weitere 40 % der Wärmeenergie gewinnt man aus der 60 m² großen Energiefassade auf der Südseite des Hauses. Der Energiezaun und die Energiefassade wurden aus Betonelementen der Firma Rieder errichtet. Mithilfe von in den Betonelementen integrierten Wasserleitungen und einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe mit 16 kW wird den Betonelementen Wärmeenergie entzogen. Damit sind rund 60 % der Wärmeversorgung für das Zweifamilienhaus gesichert.
Solaranlage
Rund 30 % der gesamten Wärmeenergie liefert die 14 m² große Solaranlage auf dem Dach (Vakuumröhren). Insgesamt werden 40 % aus der Solaranlage und der Abwärmenutzung aus dem Abwasserkanal gewonnen. Das Zweifamilienhaus hat eine beheizte Fläche von 450 m². Die Wärmeverteilung erfolgt im ganzen Haus über eine Fußbodenheizung.
Abwärme und Speicherung
10 % des Wärmebedarfs werden durch die Nutzung der Abwärme aus dem Abwasserkanal gewonnen. Dazu wurden vier Polyethylen-Schläuche auf den Abwasserkanal auf ca. 65 m Kanallänge verlegt. Zur Speicherung der Wärme wurde neben einem 1.000 l Pufferspeicher und einem 500 l Warmwasserboiler zusätzlich ein 25 m³ großer Eisspeicher installiert. Die Wärmpumpe wird vornehmlich direkt aus den Wärmequellen gespeist oder aus dem Eisspeicher versorgt. Besonders faszinierend ist, dass man das Haus bei Außentemperaturen von +2 bis +5 Grad auf eine Raumtemperatur von ca. 22 Grad heizen kann, ohne dem Eisspeicher Energie entnehmen zu müssen. Durch häufigen Phasenwechsel des Eisspeichers wird die Latentwärme des Wassers freigesetzt, was die Wärmepumpe noch effizienter macht, sodass eine Arbeitszahl von 1:5 erreicht wird.